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Geraer Umwelttag und 2.Thüringer Bürgerenergietag auf Geras Neuer Mitte (23. Juni 2018)

Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage JUNI2018 GNM


Die Akteure des Umwelt- und Energietags am Samstag in Gera. (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Trotz ungünstiger Witterungsbedingungen frequentierten Geraer und Gäste den Geraer Umweltwelttag, der zusammen mit dem 2. Thüringer Bürgerenergietag am 23. Juni 2018 in Geras Neuer Mitte im Rahmen der Aktionstage Juni 2018 stattfand.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Reinhard Guthke – Vorsitzender vom Dachverband BürgerEnergie Thüringen n.e.V. und Vorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft Jena, Dr. Gude Abteilungsleiter Energie und Klimawandel im Thüringer Umweltministerium, Heinz Klotz – Vorstandsmitglied Bürgerenergie Thüringer Vogtland e.V. und Claudia Baumgartner, Dezernentin für Bau und Umwelt der Stadt Gera sowie Matthias Röder vom Umweltverein Grünes Haus Gera e.V.

Eine große Zahl von Akteuren hatte den Veranstaltungs- und Informationstag in dieser Form erst möglich gemacht. Zu nenne wären hier der Dachverband BürgerEnergie Thüringen e.V. mit seinen zahlreichen Unterstützern – wie Ostwind, Energiequelle, das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, die Thüringer Energie- und GreenTec-Agentur (ThEGA) und als subjektiver Vermarkter von Bürgerstrom - unser Thüringer Landstrom, die als Finanzgeber erst diesen Tag in dieser Form ermöglichten.

Saubere Energie und saubere Umwelt gehören zusammen und deshalb war es ein Ansinnen der beiden Akteure vor Ort – Bürgerenergie Thüringer Vogtland n.e.V. und Grünes Haus Gera e.V. - beides als Einheit zusammenzuführen. Natürlich mit all seinen Netzwerken, wie in der Umweltszene gut bekannten Vereinen wie der Erzeugergemeinschaft Gera-Greiz (Regiokiste), dem Verkehrsclub Deutschland, dem Zweckverband Wasser Abwasser Mittleres Elstertal, der Freifunk Community Gera-Greiz (Bürgernetz Gera-Greiz e.V.), TeilAuto Leipzig (Car Sharing) sowie weiteren Akteuren wie die Freie Waldorfschule Gera und Bündnis 90/Die Grünen.

Der Verein Bürger-Energie Thüringen e. V./Thüringer Landstrom war ebenfalls mit einem Infostand vertreten (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Um die Thematik Bürger-Energie der Öffentlichkeit nahe zu bringen, waren vor allem Geraer Firmen und Organisationen vertreten, die sich schon länger mit den Möglichkeiten zur Dämpfung der Veränderungen beim Klimawandel beschäftigen. . Zu nennen wären hier der Geraer Batteriedienst, die Firma Jordan (Solarberater) mit ihrer Energieinsel, das Autohaus Böttcher mit ihrem Nissan Leaf, der E–Mobil Händler und Verleiher Herr Denk, die Fahrschule Fischer – welche nicht nur den Vorteil in der E- Mobilität erkannt hat, sondern sich vermehrt mit dem autonomen Fahren in der Ausbildung der Fahrschüler auseinandersetzt und in der E-Mobilität auch Chancen für Städte erkennt.

Der Tag wurde als Familientag organisiert und genutzt. Daher kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz – die Theatergruppe der VHS hatte hierfür extra ein Stück kreiert, welches dem Tag gerecht werden sollte in Form von gesunder Ernährung. Für die Kinder waren Malstation, Bastelstube und eine Fahrt mit einem Mini E-Mobil vorhanden.

Gemüsekiste der Ökomarktgemeinschaft Braunichswalde (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) In der Ausstellung „Bürgerbeteiligung an der Energiewende in Thüringen“ konnte man sich über Möglichkeiten zum eigenen Beitrag an der Energiewende umfassend informieren. Insbesondere geht es dem BürgerEnergie Thüringen e.V. um den Ansatz, dass von der alternativen Energiegewinnung auch ganz direkt jeder, der sich zum Beispiel in eine BürgerEnergie-Genossenschaft einbringt, selbst etwas davon hat und damit seinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
Spinnen wie zu Omas Zeiten (Stadtverwaltung/Steffen Weiß) Die Veranstaltung sendet damit von Gera aus ein Signal für tiefgreifendere ökologische Blicke, für mehr Anstrengungen gegen die Folgen des Klimawandels und für vernünftige Lösungen in unserer gemeinsamen Umwelt.

So sollen bei der Umsetzung der Ziele für das neue Stadtgebiet Geras Neue Mitte auch moderne Bau- und Energielösungen den Vorrang haben. Darauf verwies nicht nur die Baudezernentin in ihrer Begrüßungsrede. Auch der neu gegründete Verein Bürgerenergie Thüringer Vogtland n.e.V. rief dazu auf. Die Zielstellungen für die Entwicklung von Geras Neuer Mitte beinhalten neben den städtebaulichen Strukturfestlegungen auch Vorgaben für durchgehende Dachbegrünung, Energieflächen an den Fassaden und moderne gebietsbezogene Energieversorgung. Spätestens 2023, zum Präsentationsjahr der Internationalen Bauausstellung Thüringen, werden in dem Gebiet auch Ergebnisse in diesem Sinne zu sehen sein.

Veröffentlichung: 23.06.2018