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Tage der jüdisch-israelischen Kultur starten am 3. November 2018

Zum 26. Mal finden in diesem Jahr die Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen statt.


Unter dem Schwerpunkt „70 Jahre Israel“ erwartet Sie vom 3. bis zum 18. November in vielen Städten Thüringens ein vielfältiges Programm: Konzerte von Klassik bis Jazz, ein Comic-Konzert, Lesungen, Vorträge, Filmvorführungen und -gespräche, Puppentheater bis hin zu Schülerprojekttagen. Seien Sie dabei und entdecken Sie die Faszination jüdisch-israelischer Kultur!

Alle Veranstaltungen finden Sie im Flyer, im Download-Bereich.
Tehila Nini Goldstein (Janine Escher) Hochkarätiges Konzert mit dem frisch gekürten OpusKlassik-Preisträger Jascha Nemtsov und der international gefeierten Sopranistin Tehila Nini Goldstein in Gera

Die Stadt Gera und der Förderverein Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen e.V. laden zu einem ganz besonders gefühlvollen Liederabend ein. Zum Konzert mit dem Titel „Sephardische Lieder von Alberto Hemsi – Musik und Diskurs“ am Samstag, den 17. November 2018 um 19.00 Uhr sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Es findet im Rahmen der jüdisch-israelischen Kulturtage in der Aula des Geraer Goethegymnasiums/Rutheneum statt. OpusKlassik Preisträger Jascha Nemtsov am Klavier und die international renommierte Sopranistin Tehila Nini Goldstein treten in Gera auf. Eintrittskarten sind zum Preis von 10 Euro und ermäßigt für Schüler, Auszubildende und Studenten zum Preis von 5 Euro im Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse ab 18.00 Uhr erhältlich. Der Einlass beginnt um 18.15 Uhr. Es handelt sich um ein Projekt in Zusammenarbeit mit den ACHAVA-Festspielen Thüringen.

Die Künstler

Hintergrund: Alberto Hemsi
Im März 1932 fand in Kairo eine Konferenz über arabische Musik statt. Eingeladen wurden bedeutende Komponisten wie Paul Hindemith, Béla Bartók, Egon Wellesz, aber auch ein einheimischer, ägyptischer Komponist, der sich um eine Synthese traditioneller nahöstlicher Musik mit westlicher Kunstmusik ¬bemühte: Alberto Hemsi (1898–1975).
Hemsi wurde in einer ¬jüdischen Familie in der Nähe von ¬Smyrna (heute: Izmir) in der Türkei geboren. Nach seinen Studien an der Société Musicale Israélite in Izmir und am Konservatorium in Mailand lebte er in Ägypten.
Hemsi verarbeitet in seinen Werken Elemente arabischer, türkischer, armenischer und ¬jüdischer Musik. Er war anscheinend der erste ¬Musiker, der sich ethnologisch und künstlerisch mit der Musik sephardischer Juden beschäftigte.
Sein Lebenswerk ist eine Sammlung aus zehn Heften ›Coplas sefardies‹ (Sephardische Lieder, 1932–1973) mit sechzig Kompositionen für Gesang und Klavier. 1957 musste Hemsi Ägypten verlassen, 1975 verstarb er in Frankreich in völliger Vergessenheit.

Hintergrund Tehila Nini Goldstein
Tehila Nini Goldstein ist eine Sängerin mit immensem Ausdruck und warm timbrierter Stimme, eine vielseitige Musikerin mit breitem Repertoire sowohl im Sopran - als auch im Mezzosopranfach.


Jascha Nemtsov (Rut Sigurdadóttir) Hintergrund Jascha Nemtsov
Jascha Nemtsov, Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, ist ein international renommierter Konzertpianist und Liedbegleiter.


Prof. Dr. Omar Kamil (Anton Davydov) Hintergrund Prof. Omar Kamil
Prof. Omar Kamil lehrt die Geschichte Westasiens an der Universität Erfurt.

Veröffentlichung: 02.11.2018