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21. November 2018 - Geraer Wochenmagazin /// Gastkommentar des Oberbürgermeisters

Am 15. November 2018 hat der Stadtrat ohne Gegenstimmen für den Erwerb des Ferberschen Hauses gestimmt. Käufer wird die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG). Die Geschäftsführerin der LEG sagte im Anschluss: „Für mich ist der zukünftige Erwerb des Ferberschen Hauses nicht nur die Standortsicherung für das Museum für Angewandte Kunst, sondern auch ein weiterer Baustein, mit dem wir als Landesentwicklungsgesellschaft die positive Entwicklung der Stadt Gera unterstützen können.“

Die positive Entwicklung in Gera zu unterstützen ist ein wichtiger Punkt. Ich finde es toll, wie sich in so kurzer Zeit das Verhältnis zwischen Land und Kommune verbessert hat. Wie gemeinsam Themen erarbeitet und zum Abschluss gebracht werden. Wir haben Gera wieder auf die Karte gesetzt. Der zweite Punkt in der Aussage: „Standortsicherung für das Museum für Angewandte Kunst“ ist fast noch wichtiger. Stellt euch vor, wir haben ein Museum und keiner geht hin. Genau hier liegt die Krux, Gera hat so viel zu bieten und wird so selten von den Einheimischen genutzt. Wir sind gerade bei der Planung für die Kulturhauptstadt, den Kulturentwicklungsplan und den Haushaltsgesprächen. Oft werden Besucherzahlen als Argument genommen, um die eine Einrichtung gegen die andere zu positionieren. Nüchtern betrachtet haben wir die besucherschwächste Einrichtung gerettet, künstlerisch betrachtet wohl die beste Sammlung die wir haben, da diese auch über die Grenzen von Gera hinaus Beachtung findet.

Liebe Fettguschen, nutzen Sie die Möglichkeiten, die sie in Gera haben, gehen Sie ab und zu mal ins Theater, ins Museum, ins Kino, in die Kneipe ums Eck oder mal wieder richtig schön Essen, kaufen Sie in den kleinen Läden und gehen Sie zum Bäcker aus Gera, statt zum Brotbackautomaten im Discounter. Das hat alles etwas mit Kultur zu tun. Sie sind es selbst, die bestimmen, wie viel Geld in Gera ausgegeben wird, wie viele Besucher die Ausstellung sehen. Sie sind die Nachfrage und Sie regeln den Markt.


Herzlichst ihr

Julian Vonarb


Veröffentlichung: 21.11.2018