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Die letzte Stadtratssitzung 2018



12. Dezember 2018 - Geraer Wochenmagazin /// Gastkommentar des Oberbürgermeisters

Letzte Woche gab es noch mal ein straffes Programm. Die Tagesordnung beinhaltete - im öffentlichen Teil - 21 Punkte. Es waren wieder wichtige Entscheidungen für unsere Stadt dabei. Zur beantragten aktuellen Stunde wurde mit dem Thema „nicht fristgerechte Einreichung des Haushaltes 2019“ begonnen, sehr spannend und in der Sache sauber debattiert. Das Gera seit Jahren keinen Haushalt rechtzeitig vorlegt und wir uns erinnern, erst vor 2 Monaten den Haushalt 2018 in einer gemeinsamen Kraftanstrengung noch genehmigt bekommen zu haben, haben einige leider etwas in den Schatten stellen wollen. Unser Bürgermeister Kurt Dannenberg formulierte es dafür umso treffender: Der Haushalt einer 96.000 Einwohner Kommune kann nicht nur das Werk Einzelner aus der Verwaltung sein. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe mit den Hauptakteuren „Verwaltung“ und „Stadtrat“. Es ist eine gemeinsame Anstrengung um einen beschluss- und genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Hinstellen und mit dem Finger zeigen, ist nicht die Art, die unsere Stadt voranbringt. Wir möchten neue Wege gehen und sind gerne bereit, zu korrigieren, wenn es nötig wird. Für den besten Weg bedarf es dem Dialog, ein Gespräch miteinander. Der erste Entwurf ist immer als Vorschlag zu verstehen, um dann in der Sache zu ringen.

Mit dem Finger zeigten auch einige Bürger, die ihren Einwohnerantrag zur Abänderung zum Rahmenplan Plus „Geras Neue Mitte“ einbrachten. Der Antrag wurde zwar abgelehnt, aber die Grüne Achse ist eingeplant und es wird keine Betonwüste geben, das haben alle verstanden.

Eine wichtige Änderung war noch der Stadtratsbeschluss zur Umfirmierung der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH. Unser Theater heißt jetzt wieder Theater Altenburg Gera. Nach Jahren des identitätslosen Namens „TPT“, der viel zu wenig auf die lokale Verortung einging, schaffen wir uns mit dem neuen Namen wieder einen regionalen Bezug. So wie der Volksmund noch immer sagte „das Theater in Gera“ oder „das Theater in Altenburg“, so orten wir uns wieder in die regionale Identität ein.

Da die Stadtratssitzung zum Nikolaus stattfand, gab es noch ein identitätsstiftendes Präsent von mir - ein Vorschlag zum Stadtmarketingkonzept. Ich möchte damit zu allererst den Dialog suchen, um ähnlich wie beim Haushalt oder „Geras Neue Mitte“ einen gemeinsamen Weg einzuschlagen. Denn nur so schaffen wir es, Gera wieder positiv auf die Landkarte zu heben.
Allen weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit

Herzlichst Ihr Julian Vonarb


Veröffentlichung: 12.12.2018