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Kulturentwicklung Gera



27. Februar 2019 - Geraer Wochenmagazin /// Gastkommentar des Oberbürgermeisters

Vergangene Woche tagte unser Kulturnetz der Stadt Gera und es war voll! In der Galerie der Häselburg – gleich neben der Campus-Baustelle - und selbst in Teilen noch eine Baustelle. Das Thema: Die nächste Baustelle, das vorgelegte Stadtmarketingkonzept und die Bezeichnung „Fettgusche“. Zwischen der aktuellen Bauhaus-Ausstellung und vor der versammelten Kulturszene war es ein konstruktiver Austausch. Den Termin nahm mein Assistent für mich wahr, der auch im Wesentlichen für das Konzept verantwortlich ist. Unsere Idee über die streitbare Imagekampagne Fettgusche, die lang erwünschte Diskussion über unsere Kernidentität zu führen, kam an diesem Abend so richtig in Fahrt. Der Grundkonsens der Kulturszene: „NEIN ZUR FETTGUSCHE“ - das ist erniedrigend, beleidigend und nicht sehr schön für die Außendarstellung. Nach anfänglichem Luft machen und den Ausführungen, dass es eine Imagekampagne ist, wurde dann auch klar, dass viele Teile des Konzeptes als richtig empfunden werden. Auf vielen Seiten wünscht man sich eine etwas gepflegtere Sprache, aber in der Sache liegt man nicht so weit auseinander. Es ist gut, dass nun endlich etwas vorliegt und dass man darüber diskutieren kann und auch darf.

Seit dieser Woche werden nun die Einladungen für den Kulturentwicklungsplan versendet und jetzt freue ich mich darüber, dass die Baustelle „Kulturvernetzungstrategie2030“ startet. Damit beginnt der Weg, die kulturelle Identität heraus zu arbeiten und die Weichen für die nächsten 10 bis 15 Jahre zu stellen. Bei diesem Prozess, der zur aktiven Beteiligung auffordert (www.kep2030.de), schaffen wir es hoffentlich, uns nochmals der Frage nach dem Erbe des Otto Dix anzunähern. Denn er ist definitiv ein Teil der Stadt, genau wie die zahlreichen Bauhausdenkmäler, die Reußen, das Theater und auch die Fettguschen und vieles andere mehr. Vielleicht ist Gera auch einfach die Stadt, in der man gerne wohnt. Auf jeden Fall werden wir die Bevölkerung noch einmal befragen - nach ihrer Identität. Die Diskussion dazu haben wir angestoßen. Dies wird immer deutlicher und ist auch gut so, wenn wir wieder mehr miteinander reden. Ich freue mich auf die ergebnisoffenen Diskussionen.

Herzlichst Ihr Julian Vonarb


Veröffentlichung: 27.02.2019