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Chancenfenster



20. Februar 2019 - Geraer Wochenmagazin /// Gastkommentar des Oberbürgermeisters

Es gibt Probleme, es gibt Aufgaben und es gibt Chancenfenster. Oft werden diese Begriffe aus meiner Sicht verwechselt und selten im Kontext gesehen. Zum Beispiel unser altes Wismut Krankenhaus. Das Problem ist: die Immobilie steht leer, die Aufgabe lautet, eine Nutzung oder einen Investor zu finden. Das Chancenfenster war die Ansiedlung des THW Ausbildungszentrums. Diesmal hat es leider nicht geklappt, das Zentrum wird in Brandenburg gebaut. So ist es halt manchmal. Die Aufgabe und das Problem bleiben erhalten. Der Vorteil der Bewerbung: es haben sich viele Menschen an der Standortsuche beteiligt und demzufolge auch mit Gera beschäftigt. Das wird uns wieder neue Chancenfenster eröffnen, da der Standort nun hinlänglich bekannt ist. Wir sollten uns auch nicht entmutigen lassen, wenn die erste Anfrage nicht zum Erfolg geführt hat. Wenn wir aber einen Erfolg verzeichnen können, sollten wir uns auch positiv damit auseinander setzen. Die Diskussionen um die Ansiedlung des XXXLutz Marktes haben gezeigt, dass auch bei einer erfolgreichen Ansiedlung genügend Misstöne aufkommen.

Ein anderes Problem ist die Brache mitten im Stadtzentrum. Die Aufgabe ist die Fläche zu entwickeln, um eine zukunftsfähige Innenstadt zu erhalten, die den oberen sowie den unteren Teil der Stadt verbindet. Das Chancenfenster ist die Internationale Bauausstellung (IBA). Doch leider formiert sich gerade eine Kultur des Entweder/Oder. Das Schwarz-Weiß-Denken funktioniert in der Stadtentwicklung nicht, es können nicht alle Ideen umgesetzt werden. Der verabschiedete Rahmenplan beinhaltet eine Grünachse mit Bepflanzung und Verweilflächen. Die Energie, die jetzt aufgebracht wird, um die Zeit zurückzudrehen, schließt zusehends das Chancenfenster IBA und die damit verbundenen Fördergelder. Wenn man in Richtung UCI und dem Mühlgraben schaut, bekommt man vielleicht auch das Gefühl, was es bedeutet, eine Grünfläche mit Spielplatz und Wasserfläche zu haben und zu erhalten. Zu oft wurde in den vergangenen 30 Jahren schon Projekte kaputt geredet, lassen Sie uns gemeinsam einen Weg finden GERAS NEUE MITTE umzusetzen. Wir haben noch genügend Flächen in der Stadt, die ebenfalls entwickelt werden müssen. Besonders hier sind Ihre Ideen und Vorschläge gefragt.

Herzlichst Ihr Julian Vonarb


Veröffentlichung: 20.02.2019