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Bebauungspläne für Geras Neue Mitte werden ab Mai öffentlich ausgelegt (26. März 2019)


Viele Interessierte kamen zur Infoveranstaltung zu Geras Neue Mitte in den Rathaussaal am 26. März 2019. (Stadt Gera/Tim Christensen) Ende 2019 soll Ausschreibung für Parzellen zum Haus am Brühl beginnen / „GERAS NEUE MITTE IM GESPRÄCH“ STARTET AM 03.04.2019

Über 140 Interessierte hörten am Dienstag im Rathaussaal das Neueste zu Geras Neue Mitte. Die Stadtverwaltung Gera hatte mit Ja – für Gera e.V. öffentlich zur Infoveranstaltung eingeladen, um die nächsten Schritte für die Neue Mitte vorzustellen. Claudia Baumgartner, die Dezernentin für Bau und Umwelt, kündigte an: Im Mai und Juni 2019 werden die Bebauungspläne öffentlich ausgelegt. „Uns liegt weiterhin an hoher Transparenz, enger Beteiligung der Mitglieder des Stadtrates, der Träger öffentlicher Belange, der Privateigentümer im Gebiet und der Bürger“, so Baumgartner. Die Verwaltung arbeite mit allen Beteiligten daran, zuerst den Platz am KuK zu gestalten und das Haus am Brühl auf den Weg zu bringen. Der Platz am KuK soll ein Bestandteil des die gesamte Neue Mitte durchziehenden „Freiraums Mitte“ werden. Der Platz mit Grünbereichen werde mit einem Wettbewerb in seiner konkreten Gestalt entwickelt. Für diesen werden ab Mitte 2019 die Stadträte sowie die Bürgerprojektgruppe eng eingebunden. Dieses Einbeziehen gelte auch für die Vorbereitung der Ausschreibung des Hauses am Brühl, so Baumgartner. Die Beteiligungen sind für die zweite Jahreshälfte 2019 vorgesehen.

Die Infoveranstaltung moderierte Melanie Siebelist, Pressesprecherin der Stadt Gera. Sie führte durch den Abend, den Fragen an die Macher der Neuen Mitte und vielfältige Statements von Projektbeteiligten und Bürgern prägten.

Auch Dr. Bertram Schiffers, IBA-Projektleiter für Gera, lag an der Botschaft für die Neue Mitte: „Die Internationale Bauausstellung ist Qualitätsgarant in diesem Prozess.“

Für Valentin Kirchner, Vorsitzender des Initiativkreise GNM, kommt es darauf an, aus Fehlern zu lernen. „Wir müssen den Mut haben, weiterhin Fehler zu machen und uns immer wieder zu korrigieren. Nur so kann Neues entstehen.“

Claudia Baumgartner dankte zum Abschluss allen Gästen für das ungebrochen deutlich spürbare Interesse der Bevölkerung an der Zukunft der Neuen Mitte. Und sie danke allen Beteiligten an Planungen und Beteiligungen, die die Herausforderung eines der größten und bedeutendsten Innenstadt-Entwicklungsprojekte mit viel Leidenschaft täglich annehmen.

Die Projektpartner von Geras Neuer Mitte starten am 03.04.2019 ein neues Informationsformat. Zwischen 16:00 und 18:00 Uhr stehen an diesem Tag Vertreter des Bürgeraktivs zusammen mit den Projektpartnern Stadt Gera und der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) für Nachfragen und Gespräche für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.

Ende vergangenen Jahres waren drei Vertreter der Bürgerinitiative, die einen Einwohnerantrag gegen den Beschluss des Stadtrates der Stadt Gera zur Rahmenplanung „plus“ Geras Neue Mitte einreichte, mit den Projektpartnern Stadtverwaltung, Ja-für Gera e.V. und IBA Thüringen, zum Kennenlernen zusammengekommen.

Als eine Erkenntnis aus dem Gespräch sollen ab April 2019 an jedem Mittwoch im Monat, 16:00 bis 18:00 Uhr, öffentliche Informationsgespräche der Projektpartner unter dem Titel „Geras Neue Mitte im Gespräch“ durchgeführt werden. Sie sollen vorerst im Baudezernat, Amthorstraße 11, Foyer 2.Obergeschoss, stattfinden. In dem genannten Gespräch wurde unter anderem zur Sprache gebracht, dass es mehr Informationen und Gesprächsmöglichkeiten zum Gebiet geben sollte.

Zum ersten „GNM im Gespräch“ sind Valentin Kirchner, Sprecher des Initiativkreises Geras Neue Mitte, Volker Tauchert, Vorsitzender von Ja-für Gera e.V. und Thomas Leidel, Projektleiter Geras Neue Mitte bei der Baudezernentin, für Informationen und Gespräche anwesend. Im 2.Obergeschoss des Foyers des Baudezernates kann am Modell und anhand von Plänen über die ersten Umsetzungsabsichten gesprochen werden.

Aktuelle Einschätzungen von Mitgliedern des Stadtrates zum Projekt Geras Neue Mitte (angeordnet nach Fraktionsstärke)

Fraktion DIE LINKE drängt auf Konsens
Die Linksfraktion ist sehr an einer zukunftsfähigen Gestaltung der schon viel zu lange brach liegenden Fläche im Zentrum interessiert. Die Hinweise und Wünsche aus der vorbildlichen Bürgerbeteiligung im Prozess der Varianten-Erarbeitung für den Rahmenplan sollten Teil einer konsensfähigen Bebauungsplanung werden. Das betrifft insbesondere die Anforderungen an gestalteten Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität sowie eine Erhöhung der Grünflächenanteile.

Fraktion Liberale Allianz steht fast einstimmig hinter dem Projekt
Wir haben als Fraktion – bis auf eine Person - das Projekt immer positiv begleitet. Dass die Informationsveranstaltung von Bürgerinnen und Bürgern so gut angenommen wurde, hat uns gefreut. Wir haben sehr oft darüber diskutiert und den Rahmenplan bis auf eine Person auch bestätigt.

CDU-Fraktion sieht sich bestätigt
Die zwei gemeinsamen Sitzungen der Fraktionen zu Geras Neuen Mitte waren ein wichtiger und richtiger Schritt im weiteren Vorgehen zu diesem ambitionierten Projekt. Hinweise aus der CDU, zu einem besseren und größerem Übergang in der Breitscheidstraße von den Gera-Arcaden zur Bachgasse, wie auch das Einbeziehen des KUK‘s und die erweiterte Verkehrsplanung Breitscheidstraße, wurden aufgenommen und in die weitere Planung eingebunden. Zudem konnte durch pragmatisches Handeln die Akzeptanz des Vorhabens in der Bevölkerung verbessert werden. Wir sind uns sicher, dass mit dieser, im Rahmen der IBA, begleitende Planung ein großer Schritt getan wird zur Stadtentwicklung und somit zur Belebung der Innenstadt.

Bürgerschaft
Wir haben dem Rahmenplan zugestimmt. Wir wollen, dass die Innenstadt entwickelt wird. Wir hätten gern mehr Handel gehabt, aber das müssen letztlich die Investoren entscheiden, wie sie investieren. Wir freuen uns, wenn in der Innenstadt endlich etwas passiert.

SPD-Fraktion will Haus am Brühl durch Zitronenpresse ersetzen
Die SPD-Fraktion hat bereits vor drei Jahren vorgeschlagen, das Haus am Brühl durch einen Neubau der Zitronenpresse ersetzen. Dies wurde leider zum Tabu erklärt. Wir halten an diesem Vorschlag fest und hoffen darauf, dass es zukünftig eine Mehrheit im Stadtrat dafür gibt. Wir wollen in der Innenstadt Wasserspiele, Spielfiguren für Kinder und öffentliche Toiletten.


Veröffentlichung: 27.03.2019