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Vom Schandfleck zum Schmuckstück als Marker der Geraer Architektur-Evolution: 139 Jahre altes Haus Clara-Zetkin-Straße 20 feierte „Sanierungsrichtfest“

Das über 100 Jahre alte Eckhaus an der Clara-Zetkin-/Leipziger Straße feierte heute (5.4.) Richtfest. Mit der Haussanierung bekommt Nummer 20 der Clara-Zetkin-Straße eine neue Dachkonstruktion. Bauherren und Eigentümer sind die Geraer Thomas Laubert und Albrecht Sieber. Sie hatten zum Richtfest die Handwerker und weitere Mitwirkende an den Sanierungsarbeiten eingeladen.


Hier unterm neuen Dach von links: die Bauherren Albrecht Sieber und Thomas Laubert mit Zimmermeister René Räder (v.l.) von der Geraer Firma Zimmerei Räder. (Stadt Gera/CHeinrich) Es stand über 10 Jahre leer, verfiel zunehmend, die Stadt musste den Erker notsichern, fast stand eine Zwangsversteigerung an. Thomas Laubert und Albrecht Sieber hätten sich mit „Leidenschaft und Liebe zum Detail diesem Einzeldenkmal verschworen. Ihnen geht es auch darum, dieses Objekt für die Stadt zu retten. Vielen Dank für Ihr Engagement“, so Baumgartner. Sie sprach von einer „Entwicklung des Hauses – bei der es vom Schandfleck zum Schmuckstück“ werde. Sie lobte das Konzept für die Zukunftsfähigkeit des Hauses: Es würde einerseits marktfähig, weil es im Inneren moderne Anforderungen von Unternehmen und Mietern erfülle, zudem umweltfreundlich mit Solarthermie heize und weitgehend ohne Styropor saniert werde. Andererseits bleibe die markante Schönheit durch die denkmalgerechte Fassadensanierung erhalten. Damit retten die Sanierer einen „Marker der Geraer Architektur-Evolution“. Claudia Baumgartner warf auch einen Blick auf die weiteren Objekte in der Nachbarschaft. Mit den abgeschlossenen und noch laufenden Sanierungen der Villen an der Kreuzung und dem Haus Nr. 20 entstehe bald ein architektonisch und stadtgestalterisch intaktes Gebiet, das der ganzen Innenstadt sehr gut bekomme. Auch die Stadtverwaltung trage zur weiteren Stadtaufwertung bei: die Clara-Zetkin-Straße werde demnächst saniert, an Geras Neue Mitte werde intensiv gearbeitet und der Campus Goethe Gymnasium wachse heran.
Das markante Eckhaus wurde 1880 von Carl Nitsche als Architekt und Bauherr errichtet. Die neuen Eigentümer bieten in den unteren zwei Etagen Büros an, gern für Interessierte aus der Kreativwirtschaft oder aus innovativen Branchen, so Thomas Laubert. In den beiden oberen Etagen befinden sich drei Wohnungen, eine davon als Maisonette über zwei Etagen, alle um die 100 qm groß.
Am 11. Mai 2019 zum Tag der Städtebauförderung steht die Nummer 20 in der Clara-Zetkin-Straße auf dem Programm der zu besichtigenden Objekte. Wer sich interessiert, kommt an dem Tag auch mit dem Architekten Thomas Laubert und mit Albrecht Sieber in Kontakt.

Veröffentlichung: 08.04.2019