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Ein Lesewohnzimmer unter freiem Himmel

Die Stadt- und Regionalbibliothek möchte das Projekt „StadtLesen“ nach Gera holen


Vor der Bibliothek könnte im nächsten ein Lesewohnzimmer entstehen. (Foto: Steffen Weiß) Wie wäre es mit einem Lesewohnzimmer unter freiem Himmel im Herzen der Stadt Gera? 2020 im Jahr des 100. Geburtstags der Geraer öffentlichen Bibliothek könnte das für vier Tage Wirklichkeit werden. Das Kunst- und Kulturprojekt "StadtLesen" bietet die Chance dazu.

Die Stadt- und Regionalbibliothek als Nachfolgeeinrichtung der ersten öffentlichen Bibliothek in dieser Stadt möchte dieses Projekt quasi als Geburtstagsgeschenk für die Bibliothek, die Stadt und ihre Bürger nach Gera holen und braucht dazu Unterstützung und Hilfe.

Zwar versteht sich die Geraer Bibliothek heute als ein moderner Bildungs- und Kommunikationsort, der Medien und Informationen aller Art, analog und elektronisch, bereithält und Zugang zu digitalen Welten ermöglicht, aber die Förderung des Lesens und das Kulturgut Buch stehen nach wie vor im Zentrum der Bibliotheksarbeit. Im Zeitalter der schnellen Informationen und scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten im Internet, bleibt Lesegenuss auf die „alte“, herkömmliche Art bei vielen aber oftmals auf der Strecke. Darum möchte die Bibliothek mit dieser Aktion Lust und Muße zum Schmökern in Büchern wecken und gleichzeitig durch die Inbesitznahme von öffentlichem städtischen Raum die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Stadt und deren Bibliothek stärken und ein gemeinschaftliches Leseerlebnis schaffen. Auch dazu bietet „StadtLesen“ die Chance.

StadtLesen – das ist ein seit 2009 jährlich in Deutschland, Italien, Österreich und in der Schweiz veranstaltetes Literaturfestival, welches sich der Leseförderung durch Lesegenuss unter freiem Himmel verschrieben hat. Das Leseförderprojekt besucht von Ende April bis Oktober zwischen 25 und 30 Städte und verbreitet auf Stadtplätzen vier Tage Lesegenuss, Bildung, Phantasie − von Donnerstag bis Sonntag bei freiem Eintritt.
Auf einem innerstädtischen Platz wird ein Lese-„Wohnzimmer“ mit Lesemöbeln und einer Sammlung von mehr als 3.000 Büchern aus unterschiedlichen Genres aufgebaut. Es gibt einen Ort zum Vorlesen, den sogenannten Readers Corner, sowie Hängematten und Sitzsäcke zum Schmökern.

StadtLesen möchte zum Bücherlesen verführen. Initiator Sebastian Mettler sagt: „Lesen bringt keine Welt in den Kopf, Lesen IST eine Welt im Kopf.“ So versteht sich das Projekt nicht als Spektakel, sondern als eine Initiative für mehr Buchgenuss, Muße, Lebensart.

Und wie kann man StadtLese-Stadt werden?

Eine Einladung des Lesewohnzimmers in die Heimatstadt bedarf einer Nominierung und vieler Stimmen auf der Internetseite des Projekts. Die erste, einmalige Nominierung befördert die Stadt auf die Liste der Nominierten. Dieser wichtige Schritt ist für Gera schon erfolgt. Jede zusätzliche Nominierung bedeutet eine weitere Stimme. Je öfter unterschiedliche Personen eine Stadt nominieren, desto besser stehen die Chancen! Zusätzlich zählen das Engagement städtischer Akteure, von Bildungsinitiativen und Bewohnern sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Innovationswerkstatt. Das Nominierungsverfahren läuft bis Ende August 2019. Die Auswahl der StadtLesenStädte 2020 erfolgt durch Juroren bis Ende des Jahres.

Mitmachen unter: http://www.stadtlesen.com/nominierungen/

Veröffentlichung: 15.05.2019