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Start der Befragung zu Sportinteressen für die Entwicklung des Geraer Sports bis 2030

Elf Jahre sind seit der letzten Befragung der Geraer Bürgerinnen und Bürger zum Sportverhalten vergangen. Mit einer sehr guten Beteiligungsquote von 24 Prozent konnten für den Sportentwicklungsplan Gera 2009 bis 2020 richtungsweisende Ziele formuliert werden. Was davon umgesetzt werden konnte, wie sich die Veränderungen der Infrastruktur - besonders nach dem Hochwasser 2013 - ausgewirkt und welche Veränderungen sich bei den Sportinteressen und Sportanforderungen ergeben haben, soll aktuell untersucht werden. Ergebnis ist dann der Sportentwicklungsplan 2030.

Die Stadt Gera hat dafür das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie des Landes Brandenburg beauftragt. Teil des integrativen Sportentwicklungsplanes ist eine aktuelle Sportverhaltensstudie.

Der wissenschaftliche Leiter des INSPO, Prof. Dr. Barsuhn betont, dass eine effektive Planung die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein, um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren auf Grünflächen und in Parks. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach unterschiedlichen Sportformen, Anbietern und Sporträumen."

Die Stadt benötigt dazu wieder die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, da nicht nur der Bedarf der über 16.000 Mitglieder der Geraer Sportvereine, sondern auch die Interessen der bewegungsaktiven Bürgerinnen und Bürger Teil der Planung sind. Es wurden Fragebögen an 7.540 zufällig ausgewählte Personen im Alter von 10 bis 80 Jahren verschickt, die die Stadt gemeinsam mit dem INSPO stellvertretend für alle Bürger nach ihrer Meinung zum „Sportverhalten“ befragt.

Anliegen ist es, detailliert zu erfahren, ob Sport für alle möglich ist und welche Wünsche zum sportlichen Angebot in Gera bestehen. Nur mit einer umfangreichen Beteiligung ist es möglich, der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern die Vorstellungen zum künftigen Ausbau von Sportangeboten in Gera aufzuzeigen und die Sportinfrastruktur bedarfsgerecht zu entwickeln. Die Angaben, ob und welchen Sport man treibt, was motiviert oder warum kein Interesse besteht, Sport zu treiben, sind deshalb sehr wichtig. Die Teilnahme trägt entscheidend zum Erfolg der Studie bei.

„Die künftige Planung muss sich an den konkreten Sportbedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger orientieren, deshalb ist es zwingend, Sie frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen. Ich bitte daher alle, die einen Fragebogen erhalten, diesen so umfassend wie möglich auszufüllen und kostenfrei zurückzusenden", so Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb. Die gesammelten Daten werden völlig anonym und streng vertraulich nur für den genannten Zweck erhoben und verwendet.

Mit der empirischen Erhebung beginnt der praktische Planungsprozess. Im Rahmen von Workshops werden die wissenschaftlichen Ergebnisse den Experten aus der Fachverwaltung, den Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Fragen und Informationen erhalten Sie vom Projektleiter des Fachdienstes Sport und Ehrenamt, Herrn Pöhnitzsch, unter der Telefonnummer (0365 – 838-1130).


Veröffentlichung: 22.05.2019