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21. Museumsnacht mit großem Knall: Ausstellungen, Vorführungen, Livemusik und packende Erlebnisse

Sparkasse Gera-Greiz und Köstritzer Schwarzbierbrauerei unterstützen die Museumsnacht als langjährige Sponsoren erneut


Bereits in der 21. Auflage startet am Freitag, den 30. August um 18 Uhr die Geraer Museumsnacht. „Ich danke besonders allen Organisatoren und Beteiligten, vor allem der Gera Kultur GmbH und den Hauptsponsoren. Dank des Engagements der Sparkasse Gera-Greiz und der Köstritzer Schwarzbierbrauerei kann die Museumsnacht in diesem überwältigenden Ausmaß stattfinden“, erklärt Oberbürgermeister Julian Vonarb. „Es ist definitiv für die ganze Familie etwas dabei. Die kleinen Eulen auf dem Einladungsflyer zeigen klar, was für Kinder geeignet ist. Und auch Ältere kommen dank der Shuttlebusse problemlos von A nach B“, zeigt sich der Oberbürgermeister begeistert vom großen Angebot. An diesem Abend laden städtische Museen und Kultur Hotspots zum nächtlichen Bummel ein und bieten ein vielseitiges und spannendes Programm. Wer auf Erkundungstour gehen will, ist herzlich eingeladen und kann nicht nur spannende Ausstellungen besichtigen, sondern erlebt mit Führungen, Livemusik, Lesungen, sowie kreativen Mitmachangeboten für Jung und Alt ein besonderes Kulturerlebnis. Die Museumsnacht wird um 18 Uhr durch Oberbürgermeister Julian Vornarb an der Orangerie eröffnet.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 5. August in der Gera-Information sowie im Stadtmuseum. Erwachsene zahlen 10 Euro Eintritt, Kinder ab 6 Jahre zahlen 7 Euro und die Familienkarte gibt es für 25 Euro. Wer sich im VVK bereits ein Ticket sichert, kann zwei Euro sparen.

Der große Knall wartet auf alle Besucher der Museumsnacht im Naturkundemuseum. So planen Frank Hrouda und Thomas Hoppe den Einschlag des Meteoriten nachzustellen, der vor 200 Jahren in Pohlitz auf die Erde stürzte. (Foto: Lars Werner) Naturkundemuseum

So plant das Naturkundemuseum den Einschlag des Meteoriten nachzustellen, der vor 200 Jahren in Pohlitz auf die Erde stürzte. Stücke des Meteoriten sind heute in Sammlungen auf der ganzen Welt verstreut und werden Exclusiv zur Museumsnacht präsentiert. Dazu wartet Feuerwerksmeister Steffen Bräunlich mit einer pyrotechnischen Installation auf die Besucher. Diese wird um 22 Uhr gezündet und soll den Einschlag noch einmal erlebbar machen.

Auch die Ausstellungen „Bionik – Die Verbindung von Natur und Technik“, „Das Einmaleins der Minerale“, Ostthüringen als Landschaftsraum“ und „Tierisch sozial“ können besichtigt werden. Zudem werden Spezialführungen, Insektensnacks, Experimente und Livemusik mit dem Liedermacher Lutz Geißler, angeboten.

Wer ist hier der Steinzeitmensch? Matthias Wagner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hauses ist es nicht, aber welcher von beiden ist Matthias? Findet es heraus! Im Stadtmuseum dreht sich alles um den Mann aus dem Eis. (Foto: Lars Werner) Stadtmuseum

Im Stadtmuseum dreht sich alles um den Mann aus dem Eis. Ötzi, die etwa 5000 Jahre alte mumifizierte Leiche eines Mannes, wurde 1991 in den Alpen gefunden. In der Sonderausstellung gibt es daher die Schritt für Schritt aus Originalmaterial nachgebaute Kleidung und Ausrüstung zu sehen, die man bei ihm fand.

Um eine Vorstellung von Ötzi zu bekommen bildet eine lebensechte Figur des Fundes den Mittelpunkt des Geschehens. Passend zum Thema wird als Imbiss Paläo Ernährung angeboten und steinzeitliche Mode in einer Kostümschau präsentiert. Wer handwerklich tätig werden will, kann sich in der Steinzeitwerkstatt oder beim klöppeln ausprobieren, während andere die Musik der Band „Just Brill“ genießen oder die Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt besichtigen.

Anlässlich des 50. Todestages von Otto Dix sind im Otto-Dix-Haus Werke aus den Reihen „Bilder vom Tod – Porträts und Selbstbildnisse“, „Der heimatliche Blick“ sowie „Werke von 1907 bis 1944“ zu sehen. (Foto: Lars Werner) Kunstsammlung Orangerie / Otto Dix Haus

Die Kunstsammlung präsentiert in der Orangerie ein Studienatelier für alle kreativen Besucher die sich im Aktzeichnen üben möchten. Unter Anleitung durch die Malerin Barbara Toch, kann hier ein Modell gezeichnet werden. Im Südflügel des Hauses kann die Ausstellung „Auf klassischem Terrain – Handzeichnungen ostdeutscher Künstler“ besichtigt werden und im Nordflügel die Ausstellung „Otto Dix Neupräsentationen – Das Spätwerk“.

Amüsant, Charmant und Elegant bringt das Fleck-Sauer-Ensemble mit ihrer Musik die 1920er und 1930er Jahre zurück, während die Dix Schwestern Toni und Hedwig mit Kostümführungen, in Zusammenarbeit mit dem Gästeführer Region Gera e.V., das Publikum verzaubern wollen. Anlässlich des 50. Todestages von Otto Dix sind im Otto-Dix-Haus Werke aus den Reihen „Bilder vom Tod – Porträts und Selbstbildnisse“, „Der heimatliche Blick“ sowie „Werke von 1907 bis 1944“ zu sehen.

Den Mohrenplatz nehmen an diesem Abend die Elbzigeuner in Beschlag um Musik vom Balkan, aus Frankreich und Russland sowie mit Walzer-, Tango- und Swingvorführungen zu präsentieren.

Museum für Angewante Kunst (Foto: Lars Werner) Museum für angewandte Kunst / Häselburg / Haus Schulenburg

Im Bauhausjahr beschäftigen sich Häselburg, das Haus Schulenburg und das Museum für Angewandte Kunst ausgiebig mit dem Thema. In letzterem gibt es unter dem Namen “Thilo Schoder und Kollegen: Bauten der Moderne in Gera” eine Ausstellung anlässlich des 100. Bauhaus Gründungsjubiläums.

Doch auch die Mitmachaktion „Upcycling – aus alt mach neu“, „Klangzaubereien“ und „Fantasievolle Klangmalereien“ sind weitere Gründe für einen Besuch im MaK.


Häselburg Gera (Foto: Lars Werner) In der Häselburg wird der dritte Teil von “Bauhaus Lines” zu sehen sein und das neugegründete Label Open Music präsentiert mit Burghardt Schlothauer und Gästen Abstrakte Musikwelten.

Außergewöhnliche Sammlungen im Bauhausjahr zeigt das Haus Schulenburg. Unter dem Titel „Diaphane Malerei“ stellt die Ausstellung Werke des Malers und Grafikers Georg Muche in den Mittelpunkt, die bis jetzt in dieser Vielfalt und Schönheit an einem Ort so noch nicht zu sehen waren.

Seit dem 13. Juli 2019 ist die Ausstellung „100 Exponate aus privaten Sammlungen“ zu sehen. Neben Möbeln von Marcel Breuer, Mies van der Rohe und Erich Dieckmann sind Metallarbeiten von Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld sowie Keramik von Theodor Bogler zu sehen. Neben diesen berühmten Klassikern zeigt die Ausstellung Bauhäusler, die aus verschiedenen Gründen nur kurz am Bauhaus waren oder den Weg in die breite Öffentlichkeit nicht fanden, aber dennoch ihre eigenen Akzente setzten.

Auch die Kunstzone M1 steckt noch in den Vorbereitungen zur Museumsnacht. Sven Schmidt sichtet gerade die Werke der von 23 Künstlern geschaffenen Gruppenausstellung „Was bleibt? Das bleibt!“, die dem 50. Todestag von Otto Dix gewidmet ist und zur Museumsnacht gezeigt wird. (Foto: Lars Werner) Galerie A1 / Kunstzone M1

Mit dabei sind auch die Galerien M1 und A1, die wie das Otto-Dix Haus am Mohrenplatz zu finden sind. Das M1 beschäftigt sich mit der von 23 Künstlern geschaffenen Gruppenausstellung „Was bleibt? Das bleibt!“, dem 50. Todestag von Otto-Dix.

Direkt nebenan in der Galerie A1 ist die Ausstellung „Göttinnen und Narren“ zu sehen, welche von Thüringer und Leipziger Künstlern geschaffen wurde. Musikalisch wird der Abend von Alexander Beer und Bianca Naundorf mit einem Jazzkonzert, dass um 19 Uhr beginnt, umrahmt.

Harald Wagner (links) und Reinhard Keßler sind Wächter von tausenden Akten, welche teilweise in dem über 70 Meter langem Aktenraum der Stasiunterlagenbehörde eingelagert sind. (Foto: Lars Werner) Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus / Stasi Unterlagen Archiv

In diesem Jahr jährt sich der Mauerfall bereits zum 30. Mal und auch die Besetzung des Torhauses liegt bereits 20 Jahre zurück. Aus diesem Anlass kann in der Begegnungsstätte nicht nur die Dauerausstellung besichtigt werden, sondern die Besucher erfahren mehr zur friedlichen Revolution und den Umständen zur Besetzung des Hauses.

Zudem wird auf dem Puschkinplatz die Wanderausstellung „Memory of Nations: Yes/No“, eröffnet. Zwölf Geschichten aus sechs Ländern, an denen erzählt wird, wie sich die Methoden der ehemaligen Regime auf die Menschen ausgewirkt haben.

Auch das Stasi Unterlagen Archiv widmet sich der Revolution vor 30 Jahren. So können interessierte die Ausstellungen „Stasi – Schattenarmee einer Diktatur“, „Der Weg zur deutschen Einheit“ und „Im Auftrag von Volkswacht und Stasi“ besuchen und an Führungen durch das Archiv teilnehmen. Weiterhin gewährt man Einsicht in Beispiel-Akten und im Vortrag „Operative Foto- und Abhörtechnik der Stasi“, erklärt Detlev Vreisleben als Experte die damaligen Geheimdienst Techniken.

Klaus Doller hat im Jahr 1954 im Alter von 14 Jahren bei den Geraer Verkehrsbetrieben seine berufliche Laufbahn begonnen und hier auch beendet. (Foto: Lars Werner) Rathausturm / St. Marien Kirche / Straßenbahnmuseum / Kaiserwerke / Kunstverein / Höhler / Caraslan

Nicht nur in Museen und in den bekannten Kultureinrichtungen gibt es zur Museumsnacht so einiges zu sehen und zu erleben. So kann man an diesem Abend den Rathausturm besteigen und einen Blick auf das abendliche Gera werfen und an der Nachtwächtertour, die um 21 Uhr an der Haltestele Sorge/Markt beginnt, teilnehmen.

In der St. Marien Kirche werden in der Ausstellung „Autark sein, heißt stark sein“ Frauenportraits und Lithographien von Frank Lohse gezeigt. Von 19 Uhr bis 22.30 Uhr öffnet das historische Straßenbahnmuseum seine Tore für Besichtigungen, in den Kaiserwerken präsentiert der Souvenir Sammler Club Gera seine Ausstellung in der sich alles um das Thema Bier dreht und der Kunstverein zeigt anlässlich des 50. Geburtstages von Kay Voigtmann, Zeichnungen und Grafiken des Künstlers.

Am Eingang des Naturkundemuseums oder am Eingang Steinweg kann man mit Bierbrauer, Manfred Lemke, die Höhler besichtigen. Erstmals mit dabei ist das Volk von Caraslan, welches mit der Veranstaltung “Historia Caraslan - Die Tribute des Königs” im Hofgut der Stadt, ein Mittelalterspektakel präsentieren wird.

Somit ist die 21. Auflage der Museumsnacht über die ganze Innenstadt verteilt. Längere Wege muss aber niemand zu Fuß zurücklegen, denn wie schon in den zurückliegenden Jahren werden die Oldtimer Shuttlebusse alle Stationen der Museumsnacht anfahren, so dass Sie bequem von Ort zu Ort kommen.

Zudem werden kulinarische Highlights angeboten und so hat man überall die Gelegenheit, sich zu stärken und sich bei Musik zwischen den einzelnen Ausstellungsorten zu erholen.

Veranstalter der Museumsnacht ist die Stadt Gera in Zusammenarbeit mit der Gera Kultur GmbH.

Unterstützt werden diese durch das langjährige Engagement der Sponsoren, für welche die Museumsnacht ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt, darstellt.

Zu diesen gehören seit Jahren die Sparkasse Gera-Greiz und die Köstritzer Schwarzbierbrauerei als Hauptsponsoren, das SRH Klinikum, das Fitnessstudio Injoy Weida, das Druckhaus Gera, die Firma MGEE und seit diesem Jahr auch die Kanzlei Drescher & Sterna Rechtsanwälte und die M & S Autohaus GmbH. „Die Sparkasse Gera-Greiz sieht eine besondere Verantwortung für ihre Region. Aus diesem Grund fördert sie seit Jahren die Museumsnacht in Gera mit einer fünfstelligen Summe.“, erklärt Vorstandsmitglied Sören Albert zum langjährigen Engagement des Hauses und fügt hinzu: „Ob Förderer, Veranstalter oder Mitwirkender, wir verfolgen gemeinsam das Ziel, die Kulturlandschaft der Stadt und Region zu stärken. Und dieses Ziel kommt auch im Leitbild unserer Sparkasse zum Tragen: Regional. Kompetent. Engagiert.“
Für die jungen Kunden der Sparkasse hat man sich zur Museumsnacht auch wieder etwas einfallen lassen. So erhalten die Jugendgiro-Kunden der Sparkasse im Alter bis 23 Jahre im Vorverkauf, unter Vorlage von Sparkassenkarte und Personalausweis, die Eintrittskarte zum ermäßigten Preis von 4 Euro.

Veröffentlichung: 12.08.2019