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Viele Ideen zur Belebung des Klima-Pavillons in Gera

OB: „Bereits heute alle Beschlussvorlagen im Stadtrat mit Nachhaltigkeits-Check“


(Melanie Siebelist / Stadtverwaltung Gera) Als Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am Dienstag in einen Konferenzraum des Kultur- und Kongresszentrums kommt, fällt ihr neben Kindheitserinnerungen auch der Rundgang zur energetischen Sanierung mit dem Geraer Oberbürgermeister ein. Dieser hatte ihr vor kurzem gezeigt, wie notwendig die Sanierung des wichtigsten Geraer Veranstaltungshauses ist. Der Anlass für ihren Besuch war dieses Mal aber ein anderer. Der Thüringer Klima-Pavillon steht ab 2020 in Gera vor eben diesem KuK und soll als Diskussions- und Veranstaltungsort rund um nachhaltige Themen genutzt werden. Deshalb wurde er von Mitarbeitern der Thüringer GreenTech Agentur vorgestellt. Das Interesse war groß, es kamen zahlreiche Vertreter von Vereinen, Unternehmen und politische Akteure. Die Ministerin erklärte, weshalb es sie besonders freut, dass dieser nach Gera in ihre Geburtsstadt kommt. Die Bedeutung, die er für die Stadt bekomme, hänge davon ab, wie sehr er genutzt werde.

Eine provokative Ausstellung im Inneren soll helfen, Menschen dafür zu interessieren. Oberbürgermeister Julian Vonarb freute sich ebenfalls auf den Pavillon, der vom Frühjahr bis zum Herbst in der Stadtmitte stehen wird. „Bereits heute werden alle Beschlussvorlagen für den Stadtrat mit einem Nachhaltigkeits-Check versehen. So können die Stadtratsmitglieder erkennen, welche Auswirkungen auf die Umwelt eine Maßnahme hat. Ich freue mich, wenn der Klima-Pavillon im nächsten Jahr intensiv genutzt wird und wir so das Bewusstsein für die Herausforderung des Klimawandels weiter schärfen können.“ Ihr Interesse an dem Konstrukt aus Stahl und 600 Kilogramm Silikon-Glasfasermembran meldete der Verein Bürgerenergie an, der dort Vereinstreffen durchführen will. Heinz Klotz freuet sich darüber, dass die Stadt sich „endlich dem Thema Klima widmet“ und wies auf den Thüringer Bürgerenergietag hin, der nächstes Jahr in Gera stattfinden wird.

Ex-Stadtratsmitglied Bernd Koob schlug eine Blühwiese am Pavillon vor. Die Geraer Gruppe von Fridays for Future will ihre Treffen ebenso im Pavillon durchführen wie die Kirchen oder der Stadtjugendring. Ines Wegner könne sich dort philosophische Abende für die Jugend vorstellen, aber auch Kleidertauschpartys oder Flohmärkte. Andere schlugen Schnippelpartys und nachhaltiges Kochen vor, Herr Tauchert von „Ja für Gera“ hatte die Idee, die Bürgerakademie zum Thema „Stadt.Klima“ dort durchzuführen. Ein Vertreter vom Umweltzentrum der Handwerkskammer zu Ostthüringen schlug ein Projekt für Handwerksbetriebe vor. Herr Tamaske vom Buga-Förderverein will den Pavillon nutzen, um den Naturlehrpfad Gera Süd wiederzubeleben. „Ein gelungener Auftakt“, resümierte der Geraer Oberbürgermeister, dessen Dank auch besonders dem Klimamanager Thomas Krauße gilt. Dieser hatte die Bewerbung initiiert.

Veröffentlichung: 11.10.2019