deutsche Version dieser Seite deutsch | english version of this page english | Schriftgröße: - A A + | GeoPortal Stadtplan anzeigen
Logo Bender Interaktiver Stadtplan
Suche


3,2 Kilometer Straßen zum Jahresende in Gera saniert – Ausgaben für Straßenerhalt 2019 verdoppelt


Täglich tausende Fahrzeuge nehmen ihren Weg über die Bundesstraße Süd-Ost-Tangente. Hier wurde über die Maut-Ausschüttungen in beiden Richtungen mehrspurig auf einer Länge von etwa 140 m pro Richtung der Deckenbelag erneuert. (SV/CHeinrich) Fachdienst Tiefbau schloss sechs Straßenbaumaßnahmen in den letzten Wochen des Jahres 2019 ab – Projekte in der Stadt und in den Ortsteilen dabei

„Ich kann mich nicht erinnern, wann wir innerhalb eines Jahres so umfangreich Straßen in Ordnung bringen konnten“, sagt Justus Sieper. Der Chef des Städtischen Bauhofes macht seinen Job schon einige Jahre und kann das beurteilen. Zwar sei der Bedarf an Straßensanierungen noch viel größer. Aber allein mit dem aktuellen Abschluss von mehreren Baumaßnahmen habe es einen „guten Ruck gegeben“. Simone Prüfer als Leiterin des städtischen Fachdienstes Tiefbau, zu dem der Bauhof gehört, konkretisiert: „Die Stadt Gera schloss allein im letzten Quartal 2019 rund 3,2 Kilometer Straßensanierungen auf sechs Straßen ab. Das waren Baumaßnahmen mit Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro.“ Die vom Fachdienst Tiefbau eingesetzten Mittel für den reinen Straßenunterhalt belaufen sich 2019 auf 1,5 Mill Euro. Das ist doppelt so viel, wie im letzten Jahr und schließt unter anderem Leistungen ein wie Deckensanierungen, Schlaglochflickung, die Reparatur von Einläufen und Gehwegen.

Geras Baudezernat mit dem Fachdienst Tiefbau lud am Dienstag (17. Dezember) zur „Medien-Straßenrundfahrt“ zu den sechs fertiggestellten Straßen ein. Die Tour führte durch die Stadt und in die Ortsteile. In der Sanierungsrangfolge standen diese sechs Straßen jetzt an. Die Rangfolge entsteht über den Grad der Schädigung der Straßen im Zusammenhang mit ihrer Bedeutung für den Verkehr.

Etappe 1 führte in die A.-S.-Makarenko-Straße in Alt-Bieblach. Auf rund 410 m Länge wurden Mitte November rund 2.700 Quadratmeter Asphaltdecke saniert für rund 47.000 Euro von der Kutter GmbH & Co. KG aus Altenburg. Dabei konnten alle 10 Straßeneinläufe für Regenwasser erneuert werden, ebenso Teile der Straßenborde und der Gosse. Bereits im Oktober wurde in unmittelbarer Straßennachbarschaft der letzte Abschnitt der Johannes-R.-Becher-Straße zwischen Erich-Mühsam-Straße und Makarenko-Straße in Ordnung gebracht. Für diese Lärmschutzmaßnahme standen über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz Fördermittel zur Verfügung.

Tourstopp 2 fand in der Stadtrodaer Straße statt. Diese wurde über 215 m Länge und 1.800 Quadratmeter vom kaputtesten Schlaglochabschnitt erlöst. Die neue Asphaltdecke baute Ende November die Kutter GmbH aus Altenburg, Kosten ca. ca. 30.000 €, finanziert über Eigenmittel der Stadt Gera.
Weiter ging es zu Nummer 3 in die Plauensche Straße. Seit Frühjahr bis Anfang November baute die STRABAG Niederlassung Gera über 208 Meter den dritten Bauabschnitt. Auch hier kam das Pflaster weg und neuer Straßenbelag auf den Untergrund. Ebenso wie in der Becher-Straße wurde dies gefördert zum Lärmschutz mit 185.000 €. Die EGG und der Zweckverband Mittleres Elstertal verlegten in dieser Baukooperation neue Leitungen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung sorgten sie unter anderem für die Gehwegsanierung und neue Straßenbeleuchtung. In 2020 soll der vierte Bauabschnitt die Gesamtmaßnahme „Plauensche Straße“ abschließen.

Straßensanierung Nummer 4 ist die Lengefelder Straße. Die Geraer Niederlassung von Max Bögl baute bis 5. Dezember über rund 600 m Länge und mehr als 2.100 Quadratmeter einen neuen Straßenbelag. Kosten: rund 100.000 Euro. Für die als nicht mehr reparierbar gegoltene Straße kam eine Sonderbauweise zum Einsatz: Die alte Straßensubstanz wurde für die Herstellung der neuen Fahrbahn gleich mit verwendet.

Oktober bis November existierte die fünfte Baustelle: die Kaimberger Straße. Sie galt als eine der fürchterlichsten Schlaglochstrecken der Stadt und als eine der Haupt-„Flickarbeiten“-Straßen für den städtischen Bauhof. Jetzt konnte die Straßendecke instandgesetzt werden über eine Länge von 1.500 m mit einer Fläche von rund 9.150 Quadratmetern. Von den Gesamtkosten in Höhe von 375.000 € erhielt die Stadt ca. 290.000 € Fördermittel und finanzierte ca. 86.000 € über Eigenmittel. Diese Sanierung einer Ortsverbindungsstraße erforderte nahezu 1 Jahr Vorbereitungszeit.

Die 6. Station galt der Süd-Ost-Tangente. Seit erst 5 Tagen sind dort die Sperrungen aufgehoben. Zwischen Naulitzer Straße und Autohaus Poser wurde durch die Firma Kutter in beiden Richtungen mehrspurig über 140 m Länge die Decke erneuert, weil die Fahrbahn von Rissen und Schlaglöchern durchsetzt war. Damit sind über insgesamt 280 m Länge rund 3.750 Quadratmeter Straßenfläche für viele Jahre saniert. Hierzu konnten zum ersten Mal in Gera Mittel aus dem Mautaufkommen verwendet werden. Mit den vom Bund seit Ende 2018 ausgezahlten Mauteinnahmen können Bundesfernstraßen verbessert werden.

„Es stehen der Bevölkerung wieder Straßen und Abschnitte zur Verfügung, die über die nächsten Jahre in Ordnung sein sollten“, so Claudia Baumgartner, die Dezernentin für Bau und Umwelt der Stadt Gera. Sie dankte dem Team um Tiefbau-Leiterin Simone Prüfer, dass die Arbeiten rechtzeitig jetzt vor dem Frost abgeschlossen wurden. Und sie verwies auf die Förderung durch Freistaat und Bund, womit die Arbeiten nur möglich waren.

Simone Prüfer dankte ihrem Team im Fachdienst Tiefbau und den beteiligten Bauunternehmen: „Die Maßnahmen blieben innerhalb der Kostenerwartungen und führten sehr reibungslos zum Ziel in guter Qualität.“


Veröffentlichung: 02.01.2020