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200-Tonnen-Träger eingehoben für täglich rund 20.000 Fahrzeuge der B92-Brücke

Vier Träger aus Stahl und Stahlbeton für erste Fahrbahnseite der Zoitzberg-straße jetzt montiert – Teil II folgt im Herbst mit Abschluss der Brückensanie-rung für rund 4,7 Mio. Euro


Oben auf dem nutzbaren Brückenteil halten zwei Tieflader den ersten Träger bereit, der anschließend mit zwei Schwerlastkränen an der vorgesehenen Stelle des Brückenbauwerkes eingelassen wurde. Mit dabei hier auf der Zoitzbergstraße, die unter der Brücke B92/Vogtlandstraße hindurch führt (v. l.): Andreas Zeidler von der Bauüberwachungsfirma Ingenieurbüro VTU GmbH, Karl-Randolf Seifert als zuständiger Bauleiter im Tiefbauamt der Stadtverwaltung Gera, Simone Prüfer, die Leiterin des Tiefbauamtes, Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb, Matthias Hold als Teamleiter Ingenieurbau im Geraer Tiefbauamt, Toralf Zipfel von der ZIBA GmbH Greiz als federführend verantwortliches Unternehmen des Ingenieurbaus der Brücke sowie Michael Gerth von der STRABAG, der als Bauleiter die komplette Baumaßnahme Brücke B92 verantwortet. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Eine Straßenvollsperrung über ein gesamtes Wochenende bekommt nicht jede Baumaßnahme. Die aktuelle Montage von vier schwergewichtigen Stahlbeton-Trägern auf der Zoitzbergstraße schon. Volle Baufreiheit wurde benötigt, um mit zwei großen bis zu 200 Tonnen Hubkraft-Lastkränen die vier Träger für die Brücke auf der ersten Fahrbahnseite der Zoitzbergstraße einzupassen. Im Herbst 2020 ergänzen weitere Träger als Teil 2 auf der anderen Fahrbahnseite das Gesamtbauwerk. Alle Träger gemeinsam halten dann die Brücke für täglich rund 20.000 Fahrzeuge auf der Vogtlandstraße B92.

Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb überzeugte sich live von den Montagearbeiten. Er kommentierte: „Die Brückensanierung in dieser Größenordnung beeindruckt. Hut ab vor den Planern und Machern. Es freut mich sehr, dass wir mit dieser für den Verkehr durch unsere Stadt so wichtigen Brückensanierung gut vorankommen. Neben diesem wichtigen Meilenstein laufen zahlreiche andere Projekte. Am Montag beginnen wir neue Straßensanierungen im Ostviertel“, so der OB.

Die Brücke stammt aus 1977. Sie durfte wegen der seit Jahren überfälligen Sanierung lange Zeit nur noch mit Tempo 30 überfahren werden. Im Mai 2019 begann die Stadtverwaltung Gera mit der Sanierung. Diese dauert voraussichtlich bis Ende 2020 und kostet rund 4,7 Mio. Euro. Der Freistaat Thüringen fördert den Bau über das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr in Höhe von rund 4 Mio EUR.

Geführt wird das Projekt im Tiefbauamt des Dezernates für Bau und Umwelt der Stadtverwaltung Gera. Simone Prüfer als Amtsleiterin dankte beim Einheben der Träger ihrem Team und allen Beteiligten am bisherigen Baufortschritt. Sie schilderte zur Herstellung der Träger, die jetzt eingebaut wurden, deren Historie: Die sogenannten Verbundfertigteil-Träger (VFT-Träger) setzen sich aus einem Stahlträger und einer aufgesetzten Stahlbetonfertigteilplatte – dem sogenannten Obergurt – zusammen. Die vier einzelnen Träger werden dicht nebeneinander verlegt und mit einer Ortbetonplatte als Überbau ergänzt.

Den Trägerbaustein „Stahlträger“ fertigte die Firma Stahlbau Wegscheid GmbH. Alle vier Träger sind über 35 m lang, wiegen einzeln rund 22 Tonnen, sind an den Außenbereichen 1,65 m und in der Mitte 1 m hoch.

Nach dem Stahlwerk komplettierte die Träger das Betonwerk Bad Lausick im Werk Thierbach bei Borna. Jeder Stahlträger bekam „seine“ zugehörende Stahlbetonfertigteilplatte, auf die der Überbau angesetzt wird.

Die Stahl- und die Stahlbetonteile zusammen genommen, bewirken ein Einzelgewicht jedes Verbundfertigteil-Trägers von 45 Tonnen für die zwei Mittelträger und 50 Tonnen für die Außenträger. Damit halten jetzt die ersten vier Verbundträger mit rund 200 Tonnen die Brücke auf der Zoitzbergstraße, über die die B92 als Vogtlandstraße führt.


Veröffentlichung: 26.04.2020