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Wundersam Wirklich. Magischer Realismus aus den Niederlanden

Die Kunstsammlung Gera präsentiert ab 29. April 2020 in der Orangerie die Ausstellung: „Wundersam Wirklich. Magischer Realismus aus den Niederlanden“ - Werke aus der Sammlung des Museums Arnheim. Parallel dazu werden Fotografien der Arnheimer Künstlerin Louise te Poele zu sehen sein.




Insgesamt werden über 50 Gemälde und Zeichnungen von zehn Künstler*innen aus dem Bestand des Museums Arnhem gezeigt. Mit Raoul Hynckes, Dick Ket, Pyke Koch, Johan Mekkink, Wim Schuhmacher, Charley Toorop und Carel Willink sind die bedeutendsten und bekanntesten Vertreter*innen des niederländischen "Magischen Realismus" mit ihren wichtigsten Werken präsent.

Das Museum Arnhem aus der Partnerstadt von Gera beherbergt eine herausragende Sammlung niederländischer Kunst aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Darin stellt sich eine künstlerische Tendenz dar, die als Reaktion und Parallelströmung zur deutschen „Neuen Sachlichkeit“ in der ersten Jahrhunderthälfte entstand und für die sich der kunsthistorische Begriff „Magischer Realismus“ herauskristallisiert hat.

Stilistische und inhaltliche Parallelen zur realistischen Malerei in Deutschland, wie der Neuen Sachlichkeit oder dem sozialkritischen Verismus lassen sich erkennen. Einer der bedeutendsten Vertreter des Verismus ist der Geraer Maler Otto Dix. „Besonders für Gera als Geburtsstadt des Malers Otto Dix ist es eine Ehre, solch wertvolle Werke aus Arnheim hier in unserer Kunstsammlung zu beherbergen. Die Pflege der Städtepartnerschaft auch im kulturellen und künstlerischen Bereich ist von großer Bedeutung“, so Oberbürgermeister Julian Vonarb.

Thematische Schwerpunkte finden sich bei der Darstellung des Menschen, der Stillleben und der Stadtlandschaften. In rätselhaft surrealer Bildsprache schildern die Werke die Ängste der Zeit und der eigenen Existenz.

„Die „magische“ Art von Realismus scheint beim genauen Hinsehen die Wirklichkeit nur zu imitieren. Es gibt stets eine gewisse Symbolik, die in der Motivwahl und Anordnung, in der Farbe und Belichtung in einem Stillleben, Porträt oder einer verlorenen Stadtlandschaft anklingt. Die Elemente aus der Realität waren den Künstlern jedoch nur ein Mittel, um eine "andere Realität" zu erzeugen“, erklärt Kulturamtsleiterin Dr. Claudia Tittel die Faszination, die von den Kunstwerken ausgeht.

Louise te Poele – Fotografien

In ihren teils großformatigen Fotoarbeiten bezieht sich die junge Arnhemer Künstlerin Louise te Poele auf die niederländische Stilllebenmalerei, die im 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand. Sie greift deren Prinzip auf, ästhetisch arrangierte Objekte des täglichen Lebens darzustellen und darin zugleich verschlüsselte Botschaften zu verstecken. Durch ihre erst auf den zweiten Blick erkennbaren unwirklichen und spannungsgeladenen Bildarrangements verbindet sie Kompositionsschemata niederländischer Stillleben des Goldenen Zeitalters mit denen des Magischen Realismus und holt sie in die Gegenwart.


Hinweis
Ein Besuch der Museen ist gegenwärtig nur unter Einhaltung aller gebotenen hygienischen Maßnahmen möglich: d.h. der Einlass von Besuchern erfolgt nur mit Mund-Nasen-Schutz. Die nötigen Sicherheitsabstände und maximalen Besucherzahlen müssen eingehalten werden, dementsprechend kann es gegebenenfalls nötig sein, dass der Einlass gestaffelt wird. Gruppenbesuche und Führungen sind bis auf weiteres ausgeschlossen.

Es gelten folgende Öffnungszeiten:
Mi-So, Feiertag 12-17 Uhr

Besucheranschrift
Kunstsammlung Gera, Orangerieplatz 1, 07548 Gera
Kontaktdaten
Telefon: +49(0)365 838 42 50
Telefax: +49(0)365 838 42 55
E-Mail: kunstsammlung@gera.de
Internet: www.gera.de


Veröffentlichung: 30.04.2020