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Kontaktdaten
    Kunstsammlungen Gera
    Otto-Dix-Haus
    Mohrenplatz 4
    07548 Gera
    Tel.: 0365 8324927
    Fax: 0365 5514725



    Öffnungszeiten
    Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr

Mahnen und Gedenken. 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs


Rudolf G. Werner, Der Rossplatz zu Gera, 1945 (Aquarell, Bleistift) Sonderausstellung vom 29. April bis 30. August 2020 im Otto-Dix-Haus Gera

Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 fand vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg in Europa seinen Schlusspunkt. Dieser Jahrestag ist Anlass, mit einer Sonderausstellung des Endes der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken.

Aus dem eigenen Sammlungsbestand werden 22 Zeichnungen und Druckgraphiken von zehn Künstlern gezeigt. In diesen Arbeiten werden Angst und Leid der Zivilbevölkerung, die Grausamkeiten der Konzentrationslager und die Zerstörungen der Städte thematisiert.

Im Unterschied zum Ersten Weltkrieg fand der Zweite Weltkrieg in der Bildenden Kunst deutlich geringeren Niederschlag. Einer der wenigen, die inmitten des Krieges dessen Folgen festhielten, war Wilhelm Rudolph. In dem Werkkomplex Das zerstörte Dresden, der mehrere hundert Zeichnungen, Aquarelle, Lithographien und Holzschnitte umfasst, hielt er die Verwüstung seiner Heimatstadt aufs Eindringlichste fest. In Hinblick auf Umfang und Intensität seiner Trümmerbilder war Rudolph sicherlich einzigartig, jedoch gab es auch in anderen Städten Künstler, die die Zerstörungen ihrer Heimat im Bild festhielten. In Gera waren es Rudolf G. Werner und Rudolph Schäfer.

In der DDR war Antifaschismus Staatsdoktrin. Dementsprechend wurde der antifaschistische
Widerstand in den verschiedenen Kunstgattungen thematisiert. So blieb dieses Thema auch nach der unmittelbaren Nachkriegszeit stets gegenwärtig.
In der BRD kam es erst spät zu einer gesellschaftlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus, zudem war die ungegenständliche Malweise, die nach dem Krieg in der Bundesrepublik vorherrschte, solchen Sujets nicht förderlich.

Dennoch gab es auch dort Künstler, die sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzten, wie zum Beispiel Otto Dix oder HAP Grieshaber, die beide regelmäßig künstlerische Kontakte in der DDR pflegten. Zusammen mit den DDR-Künstlern Fritz Cremer und Herbert Sandberg, der selbst im KZ Buchenwald inhaftiert war, gestaltete HAP Grieshaber 1980 die Mappe 56000 Buchenwald, die anlässlich des 35. Jahrestages der Befreiung von Hans Marquardt und Lothar Lang herausgegeben wurde und die sowohl bei Reclam in Leipzig als auch bei Röderberg Frankfurt a. M. und der Büchergilde Gutenberg erschien. Der Titel der Mappe bezieht sich auf die 56.000 Todesopfer, die im KZ Buchenwald starben.

Hinweis
Ein Besuch der Museen ist gegenwärtig nur unter Einhaltung aller gebotenen hygienischen Maßnahmen möglich: der Einlass von Besuchern erfolgt nur mit Mund-Nasen-Schutz. Die nötigen Sicherheitsabstände und maximalen Besucherzahlen müssen eingehalten werden, dementsprechend kann es gegebenenfalls nötig sein, dass der Einlass gestaffelt wird. Gruppenbesuche und Führungen sind bis auf weiteres ausgeschlossen.

Öffnungszeiten:
Mi-So, Feiertag 12-17 Uhr

Besucheranschrift
Otto-Dix-Haus • Mohrenplatz 4 • 07548 Gera

Kontaktdaten
Telefon: +49(0)365 832 49 27
Telefax: +49(0)365 55 14 725
E-Mail: kunstsammlung@gera.de

Veröffentlichung: 11.05.2020