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Geraer Museen laden zum internationalen Museumstag 17. Mai ein

Freier Eintritt für Besucher an diesem Sonntag an vier Standorten


Museum für Naturkunde (Gelehrtenzimmer) Der Internationale Museumstag wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und findet im Jahr 2020 bereits zum 43. Mal statt. Ziel des Aktionstages in der Bundesrepublik ist es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Anlässlich des jährlich im Mai stattfindenden Internationale Museumstages haben es auch die Geraer Museen zur Tradition werden lassen, den sonntäglichen Besuchern ein besonderes Angebot zu unterbreiten.

Am Sonntag den 17. Mai 2020 ist dies leider nicht vollumfänglich möglich - noch verbieten die strengen Hygiene-und Umgangsregeln Besucherführungen und gesonderte Veranstaltungen. Zudem dürfen gegenwärtig auch Audioguides diese Funktion nicht ersetzen. Wie auch weltweit in zahlreichen Museen an diesem Tag üblich, gibt es auch auch in den vier teilnehmenden städtischen Museen Geras für alle Besucher freien Eintritt.

Folgende Museen sind am Sonntag von 12.00 bis 17.00 Uhr für Neugierige geöffnet:

Das Stadtmuseum Gera bietet eine spannende Zeitreise durch die Geraer Geschichte von der ersten Besiedlung bis ins 21. Jahrhundert

Das Otto-Dix-Haus Gera präsentiert die Ausstelung „Mahnen und Gedenken. 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs“ im Erdgeschoss. Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 fand vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg in Europa seinen Schlusspunkt. Dieser Jahrestag ist Anlass, mit einer Sonderausstellung des Endes der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken.

Die Kunstsammlung Gera in der Orangerie zeigt die Ausstellungen „Wundersam Wirklich. Magischer Realismus aus den Niederlanden“ und „Louise te Poele – Fotografien / Stilleven (Stillleben)“. Im großen Saal des Mittelbaus sind Fotografien der Arnhemer Künstlerin Louise te Poele (*1984) zu sehen. Speziell für die kleinen Besucher und ihre Familien entwickelten die MitarbeiterInnen der Kunstsammlung für die Ausstellung „Wundersam Wirklich“ ein spannendes Museumsquiz, welches zum Museumstag am 17. Mai erstmals ausprobiert werden kann. Hier sind große und kleine Bildentdecker gefragt, die das Geheimnis der magischen Welten lüften und so den Rätseln auf die Spur kommen.

Das Museum für Naturkunde präsentiert den Besuchern seine umfangreichen Sammlungen zur Geologie und der Pflanzen- und Tierwelt Ostthüringens. Noch ist auch die Kabinettausstellung kunstvoll gefertigter Ostereier und die Sonderausstellung „Ich leb nicht gern allein – tierisch sozial“ zu bestaunen. Speziell zum diesjährigen Museumstag bietet das Museum für Naturkunde den Besuchern eine Rarität; eine Vitrine mit dem bisherigen Präparationsstand eines am 12. März 2020 in Gera-Niebra tot aufgefundenen Bibers, dem ersten belegten Nachweis eines Bibers im Stadtgebiet von Gera seit mehr als 70 Jahren! Das trächtige Biber-Weibchen wurde überfahren und stand kurz vor der Geburt der Jungen, weshalb auch die nun in Ethanol konservierten Biber-Föten bestaunt werden können.

Als weitere Besonderheit zum Internationalen Museumstag bietet das Museum für Naturkunde einen beispielhaften Einblick in seine Sammlungsarbeit, die durch viele ehrenamtlich Mitwirkende tatkräftig unterstützt wird. Als Ausschnitt dieser vielfältigen Arbeit wird die Tätigkeit zweier Mitglieder des Vereins Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde je in einer Vitrine gewürdigt. Thomas Hahn aus Gera präpariert für das Museum ehrenamtlich Fossilien, vor allem im Stadtgebiet von Gera gefundene Exemplare. Eine Auswahl solcher mit großem Zeitaufwand im Rahmen hunderter Stunden freigelegter Zeugen der Urzeit wird zu sehen sein. Die dem gegenüber ausgestellten Objekte sind Mineralien, die von Dr. Matthias Schreiter aus Gera ehrenamtlich für das Museum geschliffen und poliert wurden, weil sie nur durch diese Bearbeitung ihr Inneres freigeben und so dem Museum zukünftig für Ausstellungszwecke dienen können.

Wegen Umbau geschlossen ist derzeit das Museum für Angewandte Kunst.
Auch die Historischen Geraer Höhler können aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln bis auf weiteres noch nicht wieder geöffnet werden.

Alle Museums-Mitarbeiter hoffen auf das Verständnis aller Gäste, Mund-Nase-Bedeckungen während des Besuches zu tragen, sich an alle Hygieneregeln zu halten und unter Umständen auch ein paar wenige Minuten zu warten, sollten sich einmal mehr Personen als zulässig in den Räumen aufhalten.

Veröffentlichung: 13.05.2020