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    Umweltamt
    Amthorstraße 11
    07545 Gera

    Fon: 0365 838-4201
    Fax: 0365 838-4205


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    Servicezeiten:
    Mo, Di, Do: 9 bis 17 Uhr
    Fr: 9 bis 15 Uhr
    Mittwoch geschlossen

12 häufige Raupen im Garten

Raupe: Petra Göschel/Pixabay, Falter: Ian Lindsay/Pixabay Buchsbaumzünsler Cydalima perspectalis

Raupe: bis 50 mm, frisst an Buchsbaum
Raupenzeit: bis zu 4 Generationen März-September
Falter: Flügelspannweite 40-45 mm, Flugzeit März-September (Falter leben jeweils 1 Woche)
Bemerkung: invasive Art, Kahlfraß inkl. der Zweige bis zum Absterben der Pflanze; Schadbild nicht mit Buchsbaum-Krankheiten verwechseln
Bekämpfung: regelmäßige Kontrolle, Spritzen mit Niemölpräparaten, Nisthilfen für Fressfeinde der Raupen (Meisen, Rotschwänze, Stare, Wespen), massiv befallene Pflanzen vernichten (verbrennen)

braune Raupe: Angela Yuriko Smith/Pixabay, grüne Raupe: Cristina designer/Pixabay, Falter: Hans Benn/Pixabay Eulenfalter Noctuidae

Raupe: je nach Art bis 60 mm, fressen nachts an vielen krautigen und grasartigen Nutz- und Zierpflanzen
Raupenzeit: 2 Generationen April-Oktober
Falter: Flügelspannweite 35-58 mm, Flugzeit Mai-Oktober
Bemerkung: sogenannte Erdraupen vergraben sich tagsüber und fressen nachts an Wurzelhälsen und Vegetationszentren der Pflanzen, teilweise ernstzunehmende landwirtschaftliche Schädlinge, Massenbefall nach Einflug von frostempfindlichen Arten aus dem Mittelmeerraum
Bekämpfung: Ködern der Raupen mit gezuckertem Kleiebrei zwischen den Pflanzen, nachts Absammeln, Spritzen der befallenen Pflanzen mit Rainfarntee, Förderung von Parasiten und Fressfeinden der Raupen durch naturnahe Gartengestaltung und Nisthilfen: Raupenfliegen, Schlupfwespen, Lauf- und Kurzflügelkäfer, Erdkröte, Amsel, Igel, Maulwurf, Spitzmäuse, Fledermäuse

Raupen: MichaelGaida/Pixabay, Gespinst: Capri23auto/Pixabay, Falter: Hans Braxmeier/Pixabay Gespinstmotte Yponomeuta sp.

Raupe: 15-24 mm, in 10-25 cm großen Gespinsten, frisst gesellig an Pfaffenhütchen, Schlehe, Weißdorn, Apfel, Pflaume, Kirsche, Traubenkirsche
Raupenzeit: 1 Generation überwintert, sichtbarer Befall Mai-Juni
Falter: Flügelspannweite 16-25 mm, Flugzeit Juli-August
Bemerkung: ganze Äste können mit Gespinstnetzen überzogen werden; bedrohlich wirkender Kahlfraß kurzfristig und harmlos, da nur Frühjahrstriebe betroffen sind
Bekämpfung: Förderung von Parasiten und Fressfeinden der Raupen (Raupenfliegen, Schlupfwespen, Echte Wespen, Blaumeisen) durch naturnahe Gartengestaltung und Nisthilfen

Raupe: Walter Schön, Fallter: Walter Müller Kleiner Frostspanner Operophtera brumata

Raupe: 25 mm, fressen an vielen Laubbäumen, darunter Obstbäume
Raupenzeit: 1 Generation März-Juni
Falter: Flügelspannweite Männchen 20-25 mm, Flugzeit September-Dezember
Bemerkung: Raupen lassen sich an Seidenfäden verdriften; flügellose Weibchen schlüpfen nach den ersten Herbstfrösten am Boden, erklimmen Bäume und legen Eier an Knospen ab; Kahlfraß möglich
Bekämpfung: grüne Leimringe von Ende September bis Dezember als dichte Manschetten an Baumstämmen und Stützpfählen anbringen, welche die Weibchen abfangen, regelmäßige Kontrolle und Verbrennen der Fallen, bevor die Raupen aus den dort abgelegten Eiern schlüpfen; Förderung von Fressfeinden der Raupen (Wespen, Singvögel) durch naturnahe Gartengestaltung und Nisthilfen

Raupe: Walter Schön, Falter: Bernswaelz/Pixabay Kleiner Fuchs Aglais urticae

Raupe: bis 30 mm, frisst an Brennnessel
Raupenzeit: 2 Generationen Mai, Juli
Falter: Flügelspannweite 40-50 mm, Flugzeit Mai-Oktober, nach Überwinterung März-April

Raupen: Petra Boekhoff/Pixabay, Falter: Myriam Zilles/Pixabay Kohlweißling Pieris rapae und brassicae

Raupe: bis 25 bzw. 40 mm, frisst in losen Gruppen an Kohlarten, Spinat, Kapuzinerkresse
Raupenzeit: 2-3 Generationen Juni-Oktober
Falter: Flügelspannweite 40-60 mm, Flugzeit Mai-Oktober
Bekämpfung: massiver Schadfraß in Landwirtschaft und Nutzgarten möglich, regelmäßige Kontrolle, handelsübliche Spitzmittel, biologische Schädlingsbekämpfung mit Kohlweißlingsschlupfwespe Cotesia glomerata, Förderung von Parasiten und Fressfeinden der Raupen (v.a. Schlupfwespen, Raubwanzen, Singvögel) durch naturnahe Gartengestaltung und Nisthilfen

Raupe: Werner Burkhardt/Pixabay, Falter: Ian Lindsay/Pixabay Mittlerer Weinschwärmer Deilephila elpenor

Raupe: bis 80 mm, mit auffälligen Augenflecken; frisst an Fuchsie und Weidenröschen
Raupenzeit: 1 Generation Juni-August
Falter: Flügelspannweite 45-60 mm, dickleibig, Flugzeit Mai-Juni
Bemerkung: harmlose Raupe ahmt mit Augenflecken Schlange nach
Bekämpfung: regelmäßige Kontrolle (Kotkrümel weisen auf Befall hin), Absammeln und Ausbringen der wenigen und großen Raupen an einem Naturstandort mit Weidenröschenbestand

Raupe: Helmut Kloubert/Pixabay, Falter: Didier Descouens/CC BY-SA 4.0 Schwammspinner Lymantria dispar

Raupe: bis 65 mm, fressen bevorzugt an Eichen, zahlreiche weitere Gehölze
Raupenzeit: 1 Generation April-Juni
Falter: Flügelspannweite 38-62 mm, Flugzeit Juli-September
Bemerkung: Raupen lassen sich an Seidenfäden verdriften; Raupenhaare können Hautreizungen verursachen; Kahlfraß möglich
Bekämpfung: Raupen mit Nasssaugern beseitigen; auf ebenen Flächen mit Wasserstrahl und Gummibesen zusammenfegen, in Gefäßen überbrühen und entsorgen; Puppen und Eigelege von Häusern und Grundstücken mit Bürste entfernen, überbrühen und entsorgen; wertvolle Ziergehölze mit Niemölpräparaten behandeln und mit einer dichten Hülle aus Garten-Fleece schützen; Nisthilfen für Nützlinge (Stare, Fledermäuse) fachgerecht anbringen

Raupen: Zoosnow/Pixabay, Falter: Couleur/Pixabay Tagpfauenauge Aglais io

Raupe: bis 42 mm mit auffälligen Dornen, frisst in losen Gruppen an Brennnessel
Raupenzeit: 2 Generationen Mai, Juli
Falter: Flügelspannweite 50-55 mm, Flugzeit Juni-Oktober, nach Überwinterung März-Mai

Raupe: Lobpreis/Pixabay, Falter: Angela Kühne Weidenbohrer Cossus cossus

Raupe: bis 100 mm, frisst im Holz von Weiden, Hänge-Birke, Schwarzerle, Birne und Apfel
Raupenzeit: 2-4 Jahre im Holz, Raupenwanderung Februar-März und August-Oktober oder spontan nach Fällung des Baumes
Falter: Flügelspannweite 65-80 mm, dickleibig, Flugzeit Mai-August
Bemerkung: befallene Bäume verströmen Essiggeruch aus ovalen, fingerdicken Fraßlöchern im unteren Stammbereich
Bekämpfung: falls nötig, Fällung (es werden nur geschwächte und abgestorbene Bäume befallen)

Diese beiden Arten sind Nützlinge und sollten nicht bekämpft werden

Derzeit entwickeln sich viele Schmetterlingsarten aufgrund der für sie günstigen Witterung gut. Dies betrifft auch seltene und geschützte Arten wie z.B. den „Schwalbenschwanz“ oder den „Großen Fuchs“. Bei verstärktem Auftreten, egal welcher Art, kontaktieren Sie bitte das Umweltamt. Gemeinsam werden weitere Maßnahmen besprochen.

Raupe: Roland Steinmann/Pixabay, Falter: Congerdesign/Pixabay Schwalbenschwanz Papilio machaon

Raupe: bis 45 mm, auffällig gezeichnet; frisst an Möhre, Fenchel, Dill, Pastinak, selten Petersilie
Raupenzeit: 1-3 Generationen Mai-August
Falter: Flügelspannweite 50-75 mm, Flugzeit April-September
Bemerkung: besonders geschützte Art, regelmäßige Kontrolle, Absammeln und Ausbringen der Raupen an einem Naturstandort mit Wilder Möhre

Raupen: Dietmar Graf, Raupen: Detroitius/Pixabay Großer Fuchs Nymphalis polychloros

Raupe: bis 45 mm, frisst im geselligen Verband an Salweide, Zitterpappel, Birne und Kirsche
Raupenzeit: 1 Generation April
Falter: Flügelspannweite 50-55 mm, Flugzeit Mai bis Juni des Folgejahres
Bemerkung: Raupen fressen in Gruppen, jedoch kein Kahlfraß; bedrohte Art, Sichtungen melden; notfalls betroffene Zweige mit Raupen abschneiden und an einer Weide oder Wildkirsche aussetzen

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