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Schnurrender Freund fürs Leben gefällig?

Für jeden, der mit dem Gedanken spielt, eine Katze zu adoptieren, ist das Tierheim Gera ein idealer Ansprechpartner. Hier warten derzeit viele Samtpfoten unterschiedlichen Alters auf ein neues und liebevolles Zuhause und die Chance auf ein erfülltes Katzenleben. Dabei hat das Tierheim wie in jedem Herbst so auch in diesem Jahr zahlreiche Katzenbabys aus ungewollter Vermehrung in seine Obhut genommen. Nach einer circa dreiwöchigen Quarantäne, im Rahmen derer die Fundtiere aufgepäppelt und ärztlich versorgt werden, können sie in ihr neues Zuhause umziehen. „Uns ist sehr daran gelegen, dass vor allem die jungen Katzen nicht länger als nötig im Tierheim bleiben müssen. Wir freuen uns daher ausdrücklich, wenn Katzenfreunde einen Schützling aus dem Tierheim adoptieren, anstatt zum Züchter zu gehen“, so Tierheimleiterin Bärbel Zimmer.


(Stadt Gera / Franziska Hug) Viele Herbstkätzchen im Tierheim Gera suchen derzeit ein neues Zuhause

Die Entscheidung für einen Tierheim-Tiger hat zahlreiche Vorteile: Ältere Katzen sind medizinisch durchgecheckt, geimpft und kastriert. Auch darf bei einer erwachsenen Katze mit bekanntem Vorbesitzer davon ausgegangen werden, dass das Tier stubenrein ist. „Rund ums Tier geben wir gerne Auskunft zur Haltung, Versorgung und Pflege. Auch können unsere Mitarbeiter Aussagen über das Wesen und Temperament der Tiere treffen“, betont Bärbel Zimmer und ergänzt: „Im Optimalfall besuchen die Interessenten den zukünftigen Mitbewohner vor der Adoption mehrmals im Tierheim, lernen ihn kennen und bauen eine erste Bindung auf.“

Katzenschutzverordnung gilt seit 01. Januar 2020

Dass im Tierheim Gera derzeit so viele Katzenbabys auf ein neues Zuhause warten, sei laut Zimmer nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass immer noch zu wenige Menschen den Bestimmungen der seit 01. Januar 2020 geltenden Katzenschutzverordnung der Stadt Gera nachkommen. Demnach sind alle Besitzer von Freigänger-Katzen und Betreuer von Futterstellen dazu verpflichtet, die Tiere zu kastrieren, mit einem Mikrochip zu kennzeichnen und zu registrieren. „Nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang tragen stark zur unkontrollierten Vermehrung von Streunerkatzen bei. Es gehört zu einer verantwortungsbewussten Tierhaltung, die eigenen Katzen zu kastrieren und so dem Elend der Streuner, die oft erheblich unter Hunger, Kälte, Krankheiten, Parasitenbefall und Verletzungen leiden, nicht weiter Vorschub zu leisten,“ so Zimmer in diesem Zusammenhang.

Das Tierheim ist bestrebt für jeden seiner Schützlinge ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause zu finden. Bei besonderen Tierschicksalen, die einer aufwendigeren Haltung bedürfen, macht die Tierheimleitung daher auch Vor- und Nachkontrollen bei den Neu-Besitzern, um mögliche Probleme bei der Haltung frühzeitig abzuklären und zu unterstützen.

Tierschutz in Gera seit 1987

Seit 1987 bietet das Tierheim Gera ausgesetzten und abgegebenen Tieren bis zur Vermittlung ein Zuhause. Ob Umzugs- oder Scheidungsopfer, Allergieauslöser oder Streunerleben – die Gründe, warum ein Tier im Geraer Tierheim landet, sind vielfältig. Derzeit leben in dem erst 2018 fertiggestellten modernen und hochwassersicheren Gebäude circa fünfzig Katzen, 16 Hunde vom kleinen Shih Tzu bis zur großen Dogge, ein Prachtrosella, zwei Wellensittiche und viele weitere Kleintiere, so etwa Chinchillas und Kaninchen.

Auch bietet das Geraer Tierheim die Möglichkeit der zeitweisen Unterbringung eines Tieres zum Beispiel aufgrund eines Urlaubs oder Krankenhausaufenthaltes. Die Kosten der Unterbringung in der Tierpension betragen pro Tag für einen Hund 10 Euro, für eine Katze 7 Euro und für ein Kleintier 4 Euro. Maximal wird ein Tier für drei Monate in der Tierpension versorgt.

Um die Bewohner des Tierheims kümmern sich aktuell sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im 24-Stunden-Dienst im Einsatz sind. Zu ihren Leistungen gehört neben der Pflege, Vermittlung und Tierschutzberatung auch die Tierrettung. Diese rückt immer dann aus, wenn herrenlose Fundtiere und verletzte Tiere Hilfe brauchen, ist jedoch nicht für Tiere aus Privathaushalten zuständig. Dabei freut sich das Tierheim über jede Form der Unterstützungsleistung durch Tierliebhaber – ob Gassi-Gehen, die Übernahme einer Patenschaft oder Spenden. Die Mindestlaufzeit für eine Tierpatenschaft beträgt ein Jahr und ist bereits ab fünf Euro monatlich möglich. Sollte das Tier innerhalb des Zeitraums der Patenschaft vermittelt werden, kann gemeinsam mit den Pflegern ein neues Patenkind gesucht werden.

Das Tierheim ist für Besucher von Dienstag bis Samstag zwischen 13:30 und 16 Uhr geöffnet, wobei samstags ausschließlich Beratungsleistungen und kein Verkauf angeboten werden. Der Spaziergang mit den Tieren ist nach Anmeldung und zu den genannten Öffnungszeiten jederzeit möglich.

Anfragen können gerne an das Servicetelefon des Tierheims unter 0365-413066 oder per Mail an tierheim@gera.de gerichtet werden.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Fördervereins Tierheim Gera e.V.: www.tierheim-gera.de.

Fotos: Stadt Gera/ Franziska Hug


Veröffentlichung: 23.10.2020