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Familienbefragung zeigt: 90 Prozent bewerten Gera als familienfreundlich

Studie untersucht die Lebensqualität der Geraer Bevölkerung


Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales wurden am Donnerstag, den 8. Juli 2021, die Ergebnisse einer umfangreichen Familienbefragung der Stadt Gera vorgestellt. Die repräsentative Studie über die individuelle Lebenswelt der Geraer Bürgerinnen und Bürger wurde vom Organisationsberatungsinstitut Thüringen (ORBIT e.V.) im Auftrag der Stadt Gera durchgeführt.
Der Fokus der Studie liegt insbesondere auf der Familienfreundlichkeit der Stadt sowie auf den Bedürfnissen und Erwartungen der Geraerinnen und Geraer. Die Untersuchung bezieht sich auf die Themenfelder Wohnumfeld und Lebensqualität, Mobilität, die bedarfsgerechte und bürgernahe Nutzung von lokalen Einrichtungen und Beratungsangeboten, die Situation zur Pflege im Alter und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales wurden gestern erste Schwerpunkte dargelegt. Die Auswertung der 31 Fragen der Familienbefragung zeigt sehr klare Ergebnisse und bildet eine optimale Grundlage für abzuleitende Ziele, Handlungsstrategien und konkrete Maßnahmen. So lässt sich festhalten: Mehr als 80 Prozent der Befragten sind mit ihrer eigenen Wohnsituation zufrieden und begründen dies insbesondere mit der Natur, der Familie und den Freunden in der Region, mit dem bezahlbaren Wohnraum sowie der guten Verkehrsinfrastruktur. Hier liegen die Zustimmungswerte durchgehend zwischen 87 und 90 Prozent. Die Stadt Gera wird von 90 Prozent der Befragten als familienfreundlich eingeschätzt. In diesem Zusammenhang gibt etwa die Hälfte an, Familie und Beruf bereits gut in Einklang zu bringen. Das Thema Pflege zeigt sich in der Befragung als weiterer relevanter Aspekt, da knapp zwei Drittel der Befragten eigene Pflegeerfahrung in Form häuslicher Pflege durch Angehörige erleben. Bedeutend sind auch die Ergebnisse zum Wohnort. Der Großteil arbeitet in Gera. Über 60% der Befragten, die Gera nicht als ihren Arbeitsort angaben, arbeiten innerhalb Thüringens. Zu erwähnen ist auch, dass die Armutsgefährdungsquote in Gera unterhalb des Bundesdurchschnitts liegt.

Sandra Wanzar, Dezernentin für Jugend und Soziales, bedankt sich bei allen, die sich an der Befragung beteiligt haben: „Gut leben in Gera – das ist unsere Grundmaxime. Dank der engagierten Mithilfe vieler Bürgerinnen und Bürger können wir künftig noch zielsicherer auf die Wünsche und Bedürfnisse eingehen und das attraktive Angebot der Stadt entsprechend spezifizieren und ausbauen. Die Studie ist äußerst wichtig für die weitere bedarfsgerechte Fortschreibung des Sozialplanes.“ Sie gebe konkrete Antworten bezüglich der Nutzung städtischer Angebote, der Identifizierung von besonderen Problemlagen und Bedürfnissen der Geraer Bevölkerung sowie der bedarfsgerechten Gestaltung einer nachhaltigen Sozial- und Bildungsinfrastruktur für Familien. Auch in das Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ sollen Maßnahmen eingebracht werden.

Rund 2.600 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gera nahmen an der schriftlichen Befragung im Herbst 2020 teil. Eine Zufallsstichprobe aller Personen ab 18 Jahre mit Hauptwohnsitz in der Stadt Gera wählte die Teilnehmenden aus. Diese erfolgte über das Einwohnermelderegister der Stadt Gera unter Einhaltung der Datenschutzstandards. Die Basis zur Berechnung der Stichprobe erfolgte auf Grundlage der Einwohnerzahl der Stadt Gera zum 31. Dezember 2019.

Eine ausführliche Darstellung der Studienergebnisse ist unter http://www.gera.de/familienbefragung zu finden.


Veröffentlichung: 08.07.2021