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Motivation im Ehrenamt ungebrochen


Die Geraer Ehrenamtszentrale blickt auf ein Jahr zurück, indem gemeinsame Freude über großes ehrenamtliches Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger sowie die Umsetzung vieler städtischen Projekte, aber auch Distanz und Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie nah beieinander lagen. René Soboll, Leiter der Abteilung Sport, Ehrenamt und Städtepartnerschaften, zieht trotz allem eine positive Bilanz aus dem vergangenen Jahr: „2021 war für das gesamte Team der Ehrenamtszentrale nicht einfach. Es mussten Wege gefunden werden, um trotz Kontakteinschränkungen und Einhaltung gewisser Hygienemaßnahmen gemeinsam mit Vereinen, Organisationen und Ehrenamtlichen an Projekten für unsere Stadt zu arbeiten und damit einen wertvollen Beitrag für ein achtsames Miteinander sowie das vielfältige Vereinsangebot Geras zu leisten. Schätzungsweise jeder vierte Gersche engagiert sich ehrenamtlich. Wir danken all denen für ihr engagiertes und zukunftsorientiertes Wirken in dieser schwierigen Zeit.“
Ehrungen wurden 2021 erneut anders als gewöhnlich durchgeführt

Insgesamt 72 Geraer Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Organisationen wurden im vergangenen Jahr für ihr hervorragendes Engagement und die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit anlässlich des „Internationalen Tages des Ehrenamtes“ gewürdigt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Übergabe der Ehrungen und Zertifikate nicht als große Festveranstaltung stattfinden. Die Geraer Ehrenamtszentrale ließ es sich trotz allem nicht nehmen, den zu Ehrenden ihre Auszeichnung persönlich unter Einhaltung konkreter Hygienemaßnahmen zu übergeben. Für Abteilungsleiter René Soboll war es ein besonderes Anliegen, diesen Weg für die Übergabe der Auszeichnungen zu gehen: „Für diese Menschen ist es selbstverständlich, sich für andere einzusetzen. Aus diesem Grund war es mir wichtig, unseren Ehrenamtlichen aus Gera ihre Auszeichnung persönlich zu übergeben und ihnen meinen herzlichsten Dank für ihr Engagement auszusprechen.“

Auch Prof. Dr. Lothar Hoffmann wurde zum Tag des Ehrenamtes im kleinen Rahmen des Rathaussaals mit dem Silbernen Simson geehrt, welche die höchste Würdigung der Stadt Gera für ehrenamtliches Engagement ist. Oberbürgermeister Julian Vonarb überreichte ihm die Medaille für seine vielfältige Unterstützung in Geras Kulturvereinen und seinem Einsatz im medizinischen Bereich. Zudem vergab die Ehrenamtszentrale in Kooperation mit der TAG Wohnen & Service GmbH zum dritten Mal den Preis „Wirtschaft dankt dem Ehrenamt“. Dieser ging im Jahr 2021 an die Geraerin Karin Schumann, die sich sowohl im Verein zur nachhaltigen Förderung der Idee der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 e.V. als auch dem Verein Heimat Region Gera e.V. engagiert. Darüber hinaus ist sie Vorstandvorsitzende des Vereins Gästeführer Region Gera e.V., der sich dafür einsetzt, Gera für Touristen und Interessierte mit Führungen erlebbar zu machen. Im November wurde außerdem Sonja Sellner als Gründerin des Vereins „Inklusionskinder Ostthüringen e.V.“ ausgezeichnet. Da sich die Geraerin seit vielen Jahren unermüdlich für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, deren Anerkennung, Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft sowie für die Unterstützung der Angehörigen einsetzt, erhielt sie die Ehrung „Engagement-Botschafterin 2022“.

Oberbürgermeister Julian Vonarb ist dankbar für das ehrenamtliche Engagement in ganz Gera: „Mir ist es wichtig, engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre uneigennützigen Einsätze und Leistungen zu danken. Ehrenamtlich Tätige sind für Gera elementar wichtig, denn sie setzen sich mit ihrer Zeit, ihrem Können und ihrer Kraft für das Gemeinwohl, die Attraktivität und den Imagegewinn unserer Stadt ein.“

Zudem erhielten Doreen Baumann sowie Stephan Werner im Sommer 2021 für ihren Mut und ihre Zivilcourage die Retter-Medaille des Freistaats Thüringen von Innenminister Georg Maier und Oberbürgermeister Julian Vonarb. Beide Geraer griffen im Jahr zuvor ein, als unschuldige Menschen Opfer von Gewalt wurden und verhinderten durch ihre Courage womöglich Schlimmeres. „Beide haben gezeigt, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln. Diese besondere Ehrung haben Frau Baumann und Herr Werner mehr als verdient. Ich bin stolz, solch mutige Menschen in Gera zu wissen,“ so Oberbürgermeister Julian Vonarb.


Trotz großer Einschränkungen im Besucherverkehr: Reger Austausch zwischen Ehrenamtszentrale und Vereinen sowie Selbsthilfegruppen

Aufgrund der Corona-Pandemie galten für die Ehrenamtszentrale große Einschränkungen im Besucherverkehr. Neben der Vermittlung von Freiwilligen und dem Austausch zu Projekten betraf dies auch die Treffen der Selbsthilfegruppen in den Räumlichkeiten am Kornmarkt. Dennoch bestand zu jeder Zeit reger Austausch mit den Vereinen und Organisationen, die sich weiter beherzt dafür einsetzten, ihre geplanten Treffen, Veranstaltungen und täglichen Aufgaben trotz der Umstände umsetzen zu können. Für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Landesprogramm „Denk bunt“ wurden 18 Anträge aus Gera zur Förderung von Modellprojekten gegen Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung eingereicht. Über 100 Vereine der Stadt stellten 2021 bei der Ehrenamtszentrale ihren Antrag auf Förderung durch Mittel der Thüringer Ehrenamtsstiftung zur Finanzierung ihrer Projekte, Würdigung der Ehrenamtlichen und Unterstützung ihrer tagtäglichen Arbeit.

Inzwischen gibt es 67 bestehende Selbsthilfegruppen von und für Menschen in Gera und der Umgebung. Unter anderem finden Menschen mit Allergien, Seh-, Hör- und Sprachstörungen, seelischen Erkrankungen oder Alkohol- und Suchtkranke Leidensgefährten, die mit ihnen den gemeinsamen Weg der Problemlösung gehen möchten. Dazu gehört seit November 2021 auch die Selbsthilfegruppe "Long-Covid". Mit der Gründung der ersten Long-Covid Selbsthilfegruppe in Thüringen fand die Ehrenamtszentrale zudem thüringenweit mediale Aufmerksamkeit.

Alle Geraer Selbsthilfegruppen finden Sie unter: https://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=219291&_nav_id1=10246&_nav_id2=10248&_lang=de


Städtische Kooperationsprojekte erfreuen sich großer Beteiligung

In der letzten Aprilwoche des vergangenen Jahres riefen die Stadtverwaltung und ihre Partner zur Müllbeseitigung im gesamten Stadtgebiet auf. Zum 19. Frühjahrsputz, der über die Ehrenamtszentrale koordiniert wurde, trugen Geraerinnen und Geraer gemeinsam über zwei Tonnen Müll an 40 Stellen in Gera zusammen. Über die Aufräumarbeiten hinaus widmeten sich die Beteiligten auch der Grünflächenpflege und verschönerten so ihr Wohngebiet. Außerdem beteiligen sich viele Ehrenamtliche seit 1994 an dem städtischen Projekt „Regulierung der Stadttaubenpopulation“. Dabei stieß die Anbringung der Beschilderung an den drei Taubenhäusern in Gera auf mediale Aufmerksamkeit. Weiterhin beteiligte sich die Geraer Ehrenamtszentrale gemeinsam mit dem Verein „wir pflegen“ am 7. Juli 2021 mit einem Aktionstag an der ersten Thüringer Woche der pflegenden Angehörigen. Interessierte hatten dabei die Möglichkeit, sich über Unterstützungsangebote, altersgerechte Wohnmöglichkeiten oder auch das SMARTCity-Projekt „Gera@Home“ auszutauschen. Weitere Aktionen aus dem Bereich des städtischen Ehrenamts waren ein Infostand zum 24. Geraer Herztag im Kultur- und Kongresszentrum zur Gesundheitsförderung, dem Seniorenbüro sowie zu Beratungsangeboten im Pflegebereich, die Unterstützung bei der Umsetzung des Aktionstages zur „Aktionswoche Suizidgefährdung“ sowie verschiedene Netzwerktreffen. Außerdem wurden Projekte zur Festigung der Städtepartnerschaften umgesetzt, wie die Pflanzung einer neuen Ulme im bulgarischen Partnerschaftsgarten der Stadt Sliven, den Besuch einiger Delegationen aus Partnerstädten sowie die Ausstellungseröffnung „Eberhard Dietzsch – Bilder aus einem interessanten Land“, die ursprünglich für die Partnerstadt Rostow am Don konzipiert war.


Veröffentlichung: 07.01.2022