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Julian Vonarb ehrt verstorbenen Geraer Zeitzeugen Rolf Staudte


Oberbürgermeister Julian Vonarb nahm heute (18. Juli 2022) an der öffentlichen Trauerfeier von Rolf Staudte in der Kirche St. Margarethen in Gera-Tinz teil und verabschiedete sich von dem ehemaligen Häftling des sowjetischen Speziallagers in Buchenwald: „Die Stadt verliert mit dem Tod von Rolf Staudte einen der letzten Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, von seinen schmerzhaften Erfahrungen als Kriegsgefangener zu berichten, Aufklärungsarbeit zu leisten sowie immer und immer wieder wachzurufen und zu mahnen, damit sich die Geschichte nicht wiederhole. Er engagierte sich als Vorsitzender des Häftlingsbeirates für die Aufarbeitung der Geschichte des sowjetischen Speziallagers und unterstützte stets die Arbeit der Gedenkstätte Buchenwald. Sein unermüdlicher Einsatz für Solidarität, Demokratie und Frieden verdient Hochachtung und meinen tiefsten Respekt.“

Rolf Staudte wurde 1945 in Gera von Sowjets festgenommen und für zwei Jahre ins sowjetische Speziallager nach Buchenwald, anschließend in ein Strafgefangenenlager in die Sowjetunion gebracht. Nach seiner Rückkehr nach Gera 1948 arbeitete er zunächst als Einzelhandelskaufmann und später als Lehrer. Anerkennung gebührte ihm insbesondere für seine historische Aufklärung, für sein vehementes Einsetzen gegen NS-Verharmlosung sowie sein Kampf für Menschenrechte. Staudte verstarb Ende Juni im Alter von 95 Jahren.

Veröffentlichung: 18.07.2022