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Oberbürgermeister Julian Vonarb zu Gast bei zweitem Autokorso

der Kreishandwerkerschaft in Gera


(Stadt Gera) Geras Stadtoberhaupt Julian Vonarb ließ es sich am gestrigen Donnerstag (10.11.) nicht nehmen, die Kreishandwerkerschaft zum zweiten Autokorso zu unterstützen und sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Für den Oberbürgermeister war es selbstverständlich, ein klares Statement für die Betroffenen zu formulieren und diesen den nötigen Rückhalt zuzusichern: „Die Handwerker, Dienstleister und alle anderen mittelständischen Unternehmen sind die Säulen unserer Wirtschaft und gestalten mit innovativen Ideen die Zukunft unserer Stadt und der Region Ostthüringen mit. Sie sind der Motor und eine wichtige Schnittstelle zu gesellschaftlicher Verantwortung und sozialer Verbundenheit.“

Doch die große Ungewissheit in Bezug auf die Versorgungssicherheit und Preisentwicklung bei der Energie würde den Ausblick auf die kommenden Monate äußerst negativ gestalten, so Vonarb. Zu dem seit mehreren Jahren vorhandenen Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel kämen nun auch noch die massiven Krisengeschehnisse hinzu: „Die größten Risiken für den Fortbestand eines wirtschaftsstarken Mittelstands sehen die ansässigen Unternehmen in Gera mit rund 77% in den gestiegenen Energiepreisen. Zwei Drittel sind besorgt über die explodierten Rohstoffpreise und auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden mit rund 55 % als bedenklich eingestuft. Das bereitet auch mir Kopfzerbrechen. Aus diesem Grund habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, konkret alle Mittel zu nutzen, um die Sorgen der Handwerkerschaft zumindest zu mildern.“ Vonarb betont in diesem Zusammenhang den stetigen Austausch mit Amtskollegen aus anderen Städten und Gemeinden. Auch Mitgliedschaften der Stadt Gera im Gemeinde- und Städtebund sowie im Verbund „Metropolregion Mitteldeutschland“ und im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Städtetages werden genutzt, um Themen zielgerichtet zu platzieren. Besonders intensiv seien derzeit neben den Abstimmungen mit der Kreishandwerkerschaft, die darauf aufbauend Vonarb zum Auftakt der gestrigen Demonstration einluden, die regelmäßigen Abstimmungen mit der Energieversorgung Gera GmbH und der IHK.

„Meine ganz klare Haltung ist: Der Bund kann die Preissteigerungen mit Zuschüssen allein nicht auffangen, er muss die Ursache des Problems in den Griff bekommen.“ Nicht nur als Stadtoberhaupt sondern auch als Dienstherr der Stadtverwaltung blickt Geras Oberbürgermeister in eine ungewisse Zukunft. Im kommenden Haushalt 2023 entstehen derzeitiger Planungen zur Folge Mehrkosten im Bereich der Versorgung durch Energie, Strom und Gas in Millionenhöhe. Dennoch sicherte der Oberbürgermeister in der Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung am Montag (07.11.) zu, mögliche Entlastungen zu prüfen und so den Betroffenen im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten weiter zu helfen.

Veröffentlichung: 11.11.2022