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    Fachdienst Umwelt
    Fachgebiet Gewässer- und Bodenschutz
    Amthorstraße 11
    07545 Gera

    Fon: 0365 838-4230
    Fax: 0365 838-4205



Trinkwasserschutzgebiet


Wasserschutzgebiete dienen dem Schutz von Wasservorkommen, deren Wasser zur Trinkwassergewinnung für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt wird. Es können Grundwasservorkommen (z.B. Entnahme aus Tiefbrunnen, Flachbrunnen oder Quellen) oder auch Oberflächengewässer (z.B. Entnahme aus Talsperren) geschützt werden.

Entsprechend der für das jeweilige Schutzgebiet geltenden Bestimmungen (Schutzgebietsverordnung) unterliegen verschiedene Maßnahmen oder Vorhaben (z.B. die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen) Einschränkungen.

Gemäß Beschluss 123-20/74 vom 27.02.1974 und 42-10/75 vom 24.09.1975 des Rates der Stadt Gera wurden für das Stadtgebiet Gera Trinkwasserschutzzonen festgelegt. Folgende Trinkwasserschutzzonen sind noch in Bestand:

Liebschwitz
Heeresberg
Scheubengrobsdorf

In der Trinkwasserschutzzone I ist jede Verunreinigung des Grundwassers zu verhindern. Sie ist in geeigneter Weise gegen unbefugtes Betreten zu sichern. Es wird alles untersagt, was eine Verunreinigung des Grundwassers hervorruft oder begünstigen kann.

Es sind alle Maßnahmen und Bauten in der Trinkwasserschutzzone II untersagt, die eine Verunreinigung des Grundwassers hervorrufen. Dazu gehören unter anderem:

bleibende Erdaufschlüsse
Betriebe mit Ableitung infektionöser und verunreinigenden Abwasser
Einleitung von Abwasser
Versickern von Abwässern
Vergraben von Tierleichen
Autowasch- und Parkplätze
Zeltplätze und Ferienlager
Umgang mit Mineralölen und deren Nebenprodukte
Ablagern von Asche, Müll, Schutt sowie Ablagerungen von festen und flüssige Rückständen, industriellen Rückstandshalden
Stapelung von Düngern
Düngen mit Jauche, Gülle und Abwässern
Errichten von Gärfuttersilos und Kartoffeldämpfanlagen
Abwasserbodenbehandlungen
Einsatz von Bioziden durch Flugzeuge
Neubebauung ist grundsätzlich untersagt.

Eine landwirtschaftliche Nutzung ist möglich. Grünflächen sind als Mähwiesen zu nutzen. Die Beweidung der Flächen ist möglich, jedoch nur als Intensivweidung (Portionsweiden).

Sämtliche Maßnahmen, Anlagen und Bauten in der Trinkwasserschutzzone III, die eine Verunreinigung des Grundwassers, Mineralöle und deren Nebenprodukte sowie nicht oder schwer abbaubare chemische Stoffe und radioaktive Substanzen hervorrufen oder begünstigen, sind grundsätzlich nicht gestattet.

Weitere Verbote und Beschränkungen in Trinkwasserschutzzonen sind in verschiedenen TGL (Technische Güte- und Lieferbedingungen) geregelt bzw. festgesetzt worden.

Ge- und Verbote in Trinkwasserschutzzonen sind zu beachten. Gegebenenfalls sind auch Ausnahmen von Verboten in Trinkwasserschutzzonen auf Antrag bei der Wasserbehörde möglich.

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