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Leitlinien der Stadtentwicklung - „Otto-Dix-Stadt Gera 2020“



Gera - der Traditionsstandort industrieller Technik


 
Die Stadt ist Zentrum der regionalen Wirtschaft Ostthüringens. Sie unterstützt die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen und die Schaffung wissenschaftlicher Potenziale.

Durch gezielte Ansiedlungspolitik für verarbeitendes Gewerbe baut die Stadt den Wirtschaftsstandort aus, um neue dauerhafte Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen.

Die Branchenkompetenzen im Maschinenbau, in der Umwelttechnik als auch in der Automobilzulieferung sind weiterzuentwickeln und zu stärken. Geras Wirtschaftstraditionen sind Grundlage der weiteren Ansiedlungspolitik.

Infrastruktur Investitionen für die Wirtschaft und für Ansiedlungsflächen haben Priorität.

Markante und attraktive Produkte aus Gera sind Gegenstand des Stadtmarketings.

Gesundheitsdienstleistungen werden als Wachstumsbranche besonders gefördert.

Die Lage im Länderdreieck Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist eine Stärke, die im Rahmen der Stadtentwicklung als Standortvorteil für die Wirtschaft genutzt wird.

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Gera - die Schule für alle Generationen


 
Die Stadt sichert allen Generationen Bildungsangebote für das „lebenslange Lernen“.

Die vorbildlichen frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote werden in ihrer Qualität als Grundlage der Bildungslandschaft in Gera erhalten und weiterentwickelt.

Allen Kindern und Jugendlichen werden optimale Lernbedingungen geboten werden.

Bildungseinrichtungen mit überregionalem Profil und Standorte für Spezialklassen werden weiterentwickelt.

Priorität haben der Ausbau und die Ansiedlung weiterer Hochschuleinrichtungen in Zusammenarbeit mit den Hochschulstandorten der Regionen Jena, Zwickau und Leipzig.

Der Berufsschulstandort Gera wird mit überregionaler Ausrichtung weiter qualifiziert.

Angebote von Bildungseinrichtungen wie der Volkshochschule und von Vereinen und Verbänden für Senioren werden unterstützt.

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Gera - die weltoffene, tolerante und soziale Stadt


 
Gera zeichnet ein Klima der Toleranz und Weltoffenheit, für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen aus.

Die Stadt stellt sich auf die Zunahme des Anteils der Bürger über 55 Jahre als Herausforderung und Chance, einschließlich der sozialräumlichen Entwicklung, ein.

Bei verkehrstechnischen und städtebaulichen Vorhaben sind seniorenfreundliche und behindertengerechte Ausführungen zu berücksichtigen.

Im Mittelpunkt steht die Vernetzung von Bildungs-, Kultur-, Sportund Freizeitangeboten in den Stadtteilen mit der Stärkung lokaler Initiativen und sozialer Netze, die generationsübergreifend wirken und die Selbsthilfe unterstützen.

Unabhängig von Geschlecht, nationaler Herkunft, Religion, körperlicher Verfassung und Alter ist allen eine chancengleiche Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Bevölkerungsgruppen mit besonderen sozialen Bedürfnissen werden in der Stadt integrativ begleitet.

Die Stadt unterstützt mit Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten Kinder und Jugendliche und bezieht die schulbezogene Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit mit ein.

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Gera - die „Otto-Dix-Stadt“


 
Das kulturelle Erbe von Otto Dix findet sich im öffentlichen und kulturellen Leben der Stadt wieder.

Die Kunstsammlung Gera wird das Erbe von Otto Dix durch Erweiterung von Sammlung und thematischer
Ausstellungstätigkeit aufarbeiten und sich in Kooperation mit Sammlungen, Stiftungen und Partnern zu einem Zentrum des bedeutenden Vertreters der klassischen Moderne entwickeln.

Das Museum für Angewandte Kunst ist in seiner Einzigartigkeit in Thüringen zu stärken.

Die Villenkultur, die Gründerzeitquartiere und die „Stadt im Grünen“
mit dem Zentrum Hofwiesenpark werden gepflegt und
bestandserhaltend weiterentwickelt.

Das Theater als das einzige Fünfspartentheater in Thüringen wird überregional weiter profiliert.

Die Ausstrahlungskraft des Geraer Balletts ist überregional zu erhöhen.

Das Deutsche Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz“ wird am Standort Gera weiterentwickelt und die Stadt zu einem bundesweit bekannten Zentrum der Medienpädagogik profiliert.

Städte-, Kultur-, und Landschaftstourismus werden zu
Entwicklungszielen für das Oberzentrum Gera.

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Gera - die Sportstadt


 
Überregional bedeutsame und hochwertige Sportstätten werden gesichert und ausgebaut.

Die Stadt nimmt die Traditionen im Radsport, Rollschnelllauf und Boxen auf. Sie unterstützt im besonderen Maß die Entwicklung imageprägender Sportarten wie Tanzsport, Reiten, Tennis
und Fußball.

Eine bedeutende Rolle kommt dem Hofwiesenbad mit seiner 50 m Bahnenanlage als regional bedeutsamer Standort zu. Die Integration des Freibades am Standort Hofwiesenbad wird angestrebt.

Die Stadt unterstützt sportliche und sportgesellschaftliche Höhepunkte des Geraer Sports sowie nationale und internationale Wettkämpfe.

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Gera - die kompakte und grüne Stadt


 
Die Stadt definiert sich als „Grüne Stadt am Fluss mit Erholungs- und Freizeitqualität“. Deshalb spielen Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes eine zentrale Rolle bei allen kommunalen Entscheidungen. Dies wird durch Grünvernetzung und Sicherung öffentlicher Freiräume unterstützt.

In der Innenstadt werden die oberzentralen Funktionen weiter gebündelt und Dienstleistungen und Handel gestärkt.

Die sozialräumliche Gestaltung und Entwicklung der Innenstadt und der angrenzenden Stadtteile insbesondere in den Bereichen Wohnen, Kultur, Freizeit wird Motor für die Stadtgestaltung und ist prioritärer Gegenstand städtebaulicher Entwicklung.

Durch herausgehobene Architektur mit überregionaler Ausstrahlung wird das Stadtimage für Offenheit und Modernität gestärkt.

Die Sanierung und Aufwertung gestaltungsprägender Stadträume, wie die Gründerzeitviertel, bleiben Entwicklungsziel.

Für individuelles Wohnen sichert die Stadt die Rahmenbedingungen.

Die Vernetzung von Kultur, Sport und Freizeitangeboten zielt auf die Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt ab.

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Gera - die Straßenbahnstadt


 
Der seit 1892 das Stadtbild und die Mobilität prägende
Straßenbahnverkehr wird aus ökologischen Gründen aber auch als für Gera identitätsstiftend gepflegt und weiterentwickelt.

Die Förderung des zu Fuß gehens und der Ausbau des Radwegenetzes vervollständigen den „Umweltverbund“ des Verkehrs.

Der motorisierte Individualverkehr muss verträglich mit dem öffentlichen Personennahverkehr und den anderen Verkehren gestaltet werden.

Der Wirtschaftsverkehr genießt Vorrang vor dem sonstigen Straßenverkehr. Beide sind stadtverträglich zu gestalten. Hierbei kommt einem entsprechenden Parkraumkonzept und moderner Verkehrsleittechnik besondere Bedeutung zu.

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Gera - der bürgernahe Dienstleister


 
Die Stadtverwaltung ist Dienstleister für ihre Bürger und Gäste, vor allem durch den zentralen Anlaufpunkt, das H 35, in der Heinrichstraße.

Die Wirtschaft hat mit der Stadtverwaltung einen kompetenten Ansprechpartner.

Die Stadt beteiligt ihre Bürger an den Entwicklungsprozessen. Beiräte, gewählte Vertretungen von Schülern und Eltern, Stadtteilgremien, Ortschaftsräte und andere demokratisch legitimierte Vertretungen werden in ihren Mitwirkungsrechten und -pflichten gestärkt, um sie aktiv am politischen Diskussions- und Entscheidungsprozess zu beteiligen.

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Gera - der Partner in der Region und in Mitteldeutschland


 
Die Zusammenarbeit mit allen Gebietskörperschaften der Region auf allen Feldern der Kommunalpolitik rückt ins Zentrum städtischen Handelns.

Die Städtenetzwerke und Beziehungen zu den Partnerstädten in Europa werden ausgebaut.

Die Stadt ist Partner für Initiativen in Mitteldeutschland im Länderdreieck Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt.

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Gera - die wiederkehrende Identität


 
Gera bekannt und bewusst machen dient dem Ziel, die eigene Identität zu stärken und beseitigt ein wichtiges Handicap der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt.
Standortmarketing - Aktivitäten erhalten Priorität.

Der wieder gestärkte Traditionsstandort industrieller Technik und die „kompakte und grüne Stadt“ mit seinen kulturellen und sportlichen Erfolgen schaffen ein neues Selbstbewusstsein der hier lebenden Menschen.

„Otto Dix“ ist ein Imageträger der Stadt.

Die Stärkung der eigenen Identität und die Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Stadt Gera sind die Marketingziele.

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