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Partnerschaftsgärten im Hofwiesenpark noch immer sehenswert

Sie waren einer der Anziehungspunkte der Bundesgartenschau im vergangenen Jahr in Gera und Ronneburg – die zwölf Partnerschaftsgärten im Hofwiesenpark. Dank guter Pflege sind die kleinen Areale, die die besondere Freundschaft Geras zu elf europäischen Städten und dem amerikanischen Fort Wayne mit gärtnerischen Mitteln dokumentieren, nach wie vor in voller Pracht zu bewundern.
Erst in der vergangenen Woche bepflanzten Auszubildende aus Tschechien den Garten der Stadt Plzen neu. Wie schon 2007 stehen die weißen Tulpen im Vordergrund. Ebenfalls ein Hingucker sind Spejbl und Hurvinek, die zwei berühmtesten Marionetten des tschechischen Puppenspielers Josef Skupa.

Im Garten der finnischen Stadt Kuopio indes hat es sich der Märchenbär Uppo-Nalle unter einem Schirm gemütlich gemacht.
Auch im Garten der russischen Stadt Pskow spielt das Thema Märchen eine Rolle. Dort zieht eine schmiedeeiserne Plastik die Blicke auf sich. Sie wurde nach Puschkins Märchen vom Goldenen Hahn geformt. Rund um die Birke als klassisch-russischen Baum blühen derzeit Stiefmütterchen. Der zweite russische Partnerschaftsgarten von Rostow am Don ist ber einen kleinen Steg zu erreichen und symbolisiert die reizvolle Natur entlang des Don. Die Uferbereiche deutet eine Feuchtmulde mit entsprechender Staudenbepflanzung an.

Dem Garten von Gorazde aus Bosnien und Herzegowina wurden am Rande Erhebungen aufgeschüttet, die das die Stadt umgebende Bergland andeuten. Große Flächen Sandstein finden sich im Garten des bulgarischen Sliven, wo gemütliche Bänke zum Verweilen einladen.
Zum polnischen Skierniewice besteht bereits seit 43 Jahren eine Partnerschaft. Das gärtnerische Areal präsentiert sich vorwiegend grün und schlicht. Ausgefallener ist die Anlage der holländischen Stadt Arnheim. Die zahlreichen, dort dominierenden roten Holzschuhe sind derzeit mit Stiefmütterchen bepflanzt. Ein Abbild der Fensterrosette der Basilika von Saint-Denis im Garten der französischen Partnerstadt erinnert an die Vielfalt der dort lebenden Nationalitäten. Die unterschiedlichen Formen und Farben der Glaskiese stehen dabei für die verschiedenen sozialen und ethnischen Herkünfte. Auf eine Besonderheit anderer Art macht die Anlage Timisoaras aufmerksam. In der rumänischen Stadt erstrahlte als erster Europas eine elektrische Straßenbeleuchtung.
All diese Gärten sind Dank des Integrationsbetriebes der OV Lebenshilfe in einem guten Zustand. Geleitet vom Projektleiter Günter Panzer, werden die Gärten gepflegt. Auch Arbeiten wie das Nähen und Waschen der Flaggen der Partnerstädte wurden übernommen. Nur für zwei der zwölf Anlagen allerdings fanden sich bislang Paten. Den Nürnberger Garten pflegen Brunhilde und Günter Wenzel. Mit ihrer Patenschaft wollen sie etwas von dem zurückgeben, was sie während ihrer nahezu täglichen Besuche während der Buga erlebten. Dass die Wahl auf Nürnberg fiel, war vor allem der aus der Zeit der DDR resultierenden Partnerschaft geschuldet. In der Anlage, die vor allem die urbane Struktur der Stadt Nürnberg betont, kehren sie nun jede Woche die Wege und erledigen weitere Pflegearbeiten. So füllten sie gemeinsam mit Günter Panzer wieder Steine auf, da die bunten Glassteine zunehmend abhanden gekommen waren.
Lilaner Allium und hellblaue Junkerlilien blühen derzeit in den Beeten von Fort Wayne. Drei Wege symbolisieren die Flüsse, die in der Stadt zusammenfließen. Betont werden zudem die drei Landschaftsformen, die vorherrschend in dieser Gegend Amerikas sind: Prärie, feuchte Sumpfgebiete und Waldzone.

Diesen Garten haben die acht ehemaligen Buga-Losverkäuferinnen unter ihre Fittiche genommen. Sie hatten sich noch während der Buga für eine Patenschaft entschieden und pflegen nun ebenfalls wöchentlich ihre Anlage. Die Paten können bei ihrer Arbeit auf den Integrationsbetrieb zählen. Werkzeuge und andere Arbeitsmittel werden ihnen bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

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