OB Kurt Dannenberg besucht den Ortsteil Milbitz/Thieschitz/Rubitz
Fortschritte beim Hochwasserschutz und der Infrastruktur

Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg besuchte im Rahmen seiner Ortsteilbereisung gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadtverwaltung Anfang Juni den Ortsteil Milbitz/Thieschitz/Rubitz. Ortsteilbereisungen führt der Oberbürgermeister regelmäßig seit seinem Amtsantritt im August 2024 durch. Bei dem Besuch nutzte er wiederum die Gelegenheit, sich persönlich ein Bild von den aktuellen Entwicklungen und Anliegen des Ortsteils zu machen und in der anschließenden Einwohnerversammlung auf die Fragen der Anwohner einzugehen.
Besonders im Hinblick auf den 13. Jahrestag des verheerenden Hochwassers 2013, das der Ortsteil damals schwer getroffen hatte, wurde die Bedeutung eines wirksamen Hochwasserschutzes in diesem Ortsteil schon während des Rundganges deutlich unterstrichen. Das Ereignis hat die Ortsgemeinschaft nachhaltig geprägt und den Blick für die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzkonzepts geschärft. Für diese Informationen wurde die Runde durch Frank Schirmer, dem Arbeitsgruppenleiter Planung Hochwasserschutz von der LEG ergänzt. Im Gespräch wurde der aktuelle Stand der Schutzmaßnahmen detailliert erörtert. Der Oberbürgermeister betonte in diesem Zusammenhang: „Das Hochwasser vor 13 Jahren hat uns alle tief geprägt. Seitdem investiert der Freistaat Thüringen kontinuierlich in den Schutz dieses Ortsteils und anderer kritischer Regionen entlang der weißen Elster, um künftigen Katastrophen besser begegnen zu können.“ Dabei wurden unter anderem die Fortschritte bei der Errichtung von Hochwasserschutzmauern, Rückhaltebecken und Frühwarnsystemen besprochen. Ziel ist es, die Sicherheit der Bevölkerung weiter zu erhöhen und die Resilienz gegen Naturkatastrophen zu stärken.
Neben dem Schwerpunkt Hochwasserschutz standen bei der Begehung weitere wichtige Themen im Fokus. So wurde die aktuelle Situation des Rad- und Fußwegnetzes zwischen Milbitz und Thieschitz thematisiert. Ein Ausbau würde die Nahmobilität verbessern und die Verkehrsanbindung innerhalb des Ortsteils sowie zu den umliegenden Gemeinden optimieren. Auch die Erneuerung der Fahrbahndecke in der Rubitzer Straße auf Höhe der Bäckerei Möbius in Richtung des Seniorenpflegeheims Landgut Rubitz wurde besprochen. Dies soll die Verkehrssicherheit erhöhen und den Alltag der Anwohnerinnen und Anwohner erleichtern. Ein weiterer Punkt war die Aufstellung neuer Ortsteilschilder, die dazu beitragen sollen, die Identität Milbitz sichtbarer zu machen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
In der anschließenden Einwohnerversammlung, moderiert durch den Ortsteilbürgermeister Norbert Geißler, wurden weitere Anliegen der Bevölkerung diskutiert. Frank Schirmer von der LEG berichtete ausführlich auch hier über den Stand der Hochwasserschutzmaßnahmen und erläuterte die nächsten Schritte im Ausbau der Schutzinfrastruktur. Ein Thema war außerdem der Zustand des Elsterradwegs, der für die Nahmobilität eine bedeutende Rolle spielt, sowie von möglichen Verbesserungen, um die Nutzung noch attraktiver zu gestalten. Ein weiterer Punkt war die geplante Diskussion über die mögliche Aufstellung von Windkrafträdern im Ortsteil, die sowohl ökologische Vorteile als auch Bedenken hinsichtlich der Optik und des Landschaftsbildes aufwirft. Die optische Aufwertung der Autobahnbrücke durch eine ansprechende Verkleidung wurde ebenfalls angesprochen, um die visuelle Qualität des Ortsbildes zu verbessern.
Der Ausbau der Busverbindung ab 20.00 Uhr wurde ebenso thematisiert. Die würde die Mobilität der Bewohnerinnen und Bewohner insbesondere am Abend verbessern und dazu beitragen, die soziale Teilhabe zu fördern und den Zugang zu städtischen Angeboten zu erleichtern. Auch der Zustand des Freibads sowie die Entwicklung der sogenannten „Neuen Mitte“ in Milbitz wurden angesprochen. Dies sind für die Anwohnerinnen und Anwohner wichtige Punkte um die Naherholung und die Attraktivität des Gemeinschaftslebens in ihrem Ort zu steigern. Die Baustelle in der Untermhäuser Straße, wurde ebenfalls angesprochen, um die Fortschritte transparent zu machen und die Anwohnerinnen und Anwohner über den Stand der Arbeiten zu informieren.
Der Oberbürgermeister unterstrich abschließend: „Es ist mir wichtig, regelmäßig vor Ort zu sein, um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger direkt zu hören und gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten.“ Er betonte, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Fachleuten und der Bevölkerung entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung aller Ortsteile ist. Mit diesem Ansatz möchte die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Ortsteilrat sicherstellen, dass auch der Ortsteil Milbitz/Thieschitz/Rubitz in Zukunft ein lebendiger und attraktiver Wohnort bleibt, in dem sich die Menschen wohlfühlen.