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05. Mär. 2026

Safepoint – Kinderschutz im öffentlichen Raum sichtbar stärken

Schutz dort, wo Kinder unterwegs sind

Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative SafePoint auf dem Betriebshof der GVB.. © GVB
Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative SafePoint auf dem Betriebshof der GVB.

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung setzen das Präventionswerk Sabaki und die GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera mbH (GVB) ein deutliches Zeichen für gelebten Kinderschutz im öffentlichen Raum. Auf dem Betriebshof der GVB kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bildung sowie aus Sicherheits-und Präventionsstrukturen zusammen, um Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Initiative aufzuzeigen.

In Vertretung des Thüringer Ministerpräsidenten nimmt der Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christian Tischner, an der Veranstaltung teil. Seine Mitwirkung unterstreicht die gesellschaftliche und politische Bedeutung verlässlicher Schutzkonzepte für Kinder. „Kinder brauchen Schutzräume – nicht nur zu Hause oder in der Schule, sondern überall dort, wo sie täglich unterwegs sind. SafePoint macht Kinderschutz im Alltag sichtbar und erreichbar. Wenn engagierte Partner vor Ort so entschlossen Verantwortung übernehmen, stärkt das die gesamte Gesellschaft," betont Bildungsminister Christian Tischner.

Unter den Gästen befindet sich zudem die ehemalige Thüringer Finanzministerin Heike Taubert, die Sabaki und die Initiative seit seinen Anfängen begleitet und weiterhin unterstützt.

Schutz dort, wo Kinder unterwegs sind

Insgesamt 70 Busse und Straßenbahnen der GVB sind als „SafePoint“ gekennzeichnet. Kinder, die sich im öffentlichen Raum – ob in Fahrzeugen, an Haltestellen oder auf der Straße – von Erwachsenen oder Jugendlichen verfolgt, bedrängt oder bedroht fühlen, finden hier eine niedrigschwellige und verlässliche Anlaufstelle. „Als kommunales Unternehmen tragen wir Mitverantwortung für ein sicheres Umfeld in Gera. SafePoint bedeutet für uns, aufmerksam zu sein und im richtigen Moment richtig zu reagieren. Verantwortung endet für uns nicht an der Fahrzeugtür. So entsteht Sicherheit im Alltag,“ betont GVB-Geschäftsführer Thorsten Rühle. Die Fahrerinnen und Fahrer der GVB werden regelmäßig im Umgang mit Konflikt- und Gefahrensituationen geschult. In akuten Fällen ist die Polizei schnell vor Ort.

Auch Geras Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur, Sandra Wanzar, unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „SafePoint ist ein starkes und sichtbares Zeichen für gelebten Kinderschutz in Gera. Mein herzlicher Dank gilt dem Präventionswerk Sabaki als Initiator sowie der GVB, die mit großem Engagement Schutzorte im öffentlichen Nahverkehr schafft. Kinderschutz braucht Sensibilität, Verantwortung und verlässliche Anlaufstellen. Umso bedeutsamer ist dieses starke Netzwerk, das an vielen unterschiedlichen Orten – von Bussen und Bahnen über beteiligte Unternehmen bis hin zu städtischen Einrichtungen wie dem Rathaus oder dem Service.GEneRAtionen – niedrigschwellige und gut erkennbare Anlaufstellen für Kinder bereithält, die Hilfe suchen.“

Starke Partnerschaft für mehr Sicherheit

Seit 2008 ist das Präventionswerk Sabaki bundesweit aktiv und stärkt Vor- und Grundschulkinder in Präventionskursen in ihrer Selbstbehauptung und Handlungssicherheit. Die Kooperation mit der GVB besteht seit 2009 und bildet einen zentralen Baustein des SafePoint-Schutznetzwerks in Gera.

„Mit der GVB bringen wir Schutz dorthin, wo Kinder unterwegs sind. Kinderschutz muss im Alltag ankommen – sichtbar, erreichbar und verbindlich. SafePoint lebt von starken Partnern, die Verantwortung übernehmen“, so Präventionswerkleiter & SafeTrainer Mike Wolf.

Austausch und Ausblick

Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Meilenstein der Initiative. Neben einem Rückblick auf Entwicklung und Wirkung der Initiative bietet sie Raum für Austausch, Vernetzung und einen gemeinsamen Blick auf die zukünftige Ausrichtung des SafePoint-Schutznetzwerks in Gera und darüber hinaus.

Mit dieser Initiative wird deutlich: Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – und er beginnt genau dort, wo Kinder sich täglich bewegen.

Schülerinnen und Schüler der Bergschule Gera mit Schulleiterin Frau Ponzelt und einem Polizeibeamten bei einer Aktion im Rahmen der SafePoint-Veranstaltung der GVB.. © GVB
Schülerinnen und Schüler der Bergschule Gera mit Schulleiterin Frau Ponzelt und einem Polizeibeamten bei einer Aktion im Rahmen der SafePoint-Veranstaltung der GVB.