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12. Jun. 2026

Sanierung der historischen Hangstützmauer am Ostfriedhof erfolgreich abgeschlossen

Mit großer Freude gibt die Stadt Gera die Fertigstellung der umfassenden Sanierungsmaßnahmen an der zirka 180 Meter langen Hangstützmauer entlang der Straße des Bergmanns bekannt.

Hangstützmauer. © Stadt Gera

Die Mauer, die unter Denkmalschutz steht, befindet sich unterhalb des 1959 nach Plänen des Gartenarchitekten Walter Schmeil angelegten Sowjetischen Ehrenfriedhofes, einer bedeutenden Gedenkstätte für 53 sowjetische Soldaten und Offiziere. Die Hangstützmauer stand in Teilen seit mehreren Jahren vor erheblichen Herausforderungen: Durch den Einfluss von Oberflächen- und Hangwasser, Frost-Tau-Wechsel sowie mechanische Beanspruchungen durch Sukzessionsgehölze war die Bausubstanz zunehmend beschädigt.  Die ursprünglich aus regionalen Mauersteinen (Grauwacke) errichtete, zweischalige Konstruktion mit einer Außenfassade aus Grauwacke und einem hangseitigen Magerbeton wurde durch jahrelangen Wassereintrag stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Fugen zwischen den Steinen waren teilweise zerfallen, die Betonstrukturen brüchig und die Stabilität gefährdet.

Der Abschluss der Arbeiten erfolgte am 27. Mai 2026; die Abnahme fand am 3. Juni 2026 statt. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf circa 365.000 Euro, zuzüglich 40.000 Euro für Planung, Bauüberwachung und Baunebenkosten. Die Finanzierung wurde durch städtische Mittel sowie eine jährliche Pauschale der Kriegsgräberfürsorge für die Nutzung der Kriegsgräber auf dem Ostfriedhof unterstützt.

Die Sanierungsarbeiten begannen in der Kalenderwoche 40 des Jahres 2025, nach einer sorgfältigen Planung durch das Architektur-Büro Dr. Anja Löffler, das auf Denkmalpflege spezialisiert ist. Die Arbeiten wurden unter größter Sorgfalt und unter Beachtung des Denkmalschutzes ausgeführt, um die historische Substanz bestmöglich zu erhalten. Die Baufirma Spezialbau Erfurt GmbH führte die Sanierungsmaßnahmen durch, wobei die vorhandenen Materialien, insbesondere Grauwacke und Schieferabdeckplatten, wiederverwendet wurden. Ergänzend wurden eingefärbte Betonplatten eingesetzt, um die Stabilität der Mauer wiederherzustellen. Im Rahmen der Sanierung wurden die Fugenmörtel und beschädigten Betonteile fachgerecht entfernt und durch neue, passende Materialien ersetzt. Besonderes Augenmerk lag auf der Vermeidung weiterer Schäden durch Wasserinfiltration. Die Maßnahmen schlossen auch die Stabilisierung des Mauerwerks sowie die Behebung mechanischer Schäden durch Wurzeldruck mit ein.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten – vom Planungsbüro über die ausführende Baufirma bis hin zur Denkmalpflege – wurde das Projekt in äußerst hoher Qualität umgesetzt. Die Sanierung trägt wesentlich zum Erhalt des Kulturdenkmals bei und sichert die Stabilität der Gedenkstätte für zukünftige Generationen.