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22. Jun. 2026

Wenn selbst der Löwe schwitzt … dann ist es wirklich heiß!

Über weite Teile dieser Woche werden Temperaturen deutlich über 30 Grad erwartet. Am Wochenende kann das Thermometer sogar an die 40-Grad-Marke heranreichen.

Feuerwehr Gera. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz

Da kommt selbst das Wappentier nur noch mit Sonnenschirm, kühlem Getränk und deutlich weniger majestätischer Körperspannung durch den Tag. 

Sommer ist schön. Sonne ist angenehm. Doch bei diesen Temperaturen werden Arbeit, Sport und andere körperliche Anstrengungen schnell zu einer erheblichen Belastung für den Organismus.

Wichtige Empfehlungen für heiße Tage:

  •  Ausreichend trinken – bevorzugt Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen. Nicht erst auf ein starkes Durstgefühl warten.
  • Mittagshitze meiden – körperlich anstrengende Tätigkeiten, Einkäufe und Sport möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen.
  • Kopf und Haut schützen – helle, luftige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz verwenden.
  • Wohnräume kühl halten – nachts und in den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten beziehungsweise verschatten.
  • Alkoholkonsum reduzieren – auch wenn ein kühles Getränk verlockend erscheint, belastet Alkohol den Kreislauf zusätzlich.
  • Besonders gefährdete Personen im Blick behalten – ältere und kranke Menschen, Säuglinge und Kinder können Körpertemperatur und Flüssigkeitshaushalt schlechter regulieren.

Wichtige Warnzeichen bei großer Hitze:

  • Sonnenstich: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ein heißer und stark geröteter Kopf oder ein steifer Nacken – häufig nach längerer direkter Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf.
  • Hitzekrampf: Schmerzhafte Muskelkrämpfe, häufig in Armen oder Beinen, nach starkem Schwitzen und körperlicher Anstrengung.
  • Hitzeerschöpfung: Starker Durst, Schwäche, Schwindel, Übelkeit, kalte und feuchte Haut, schneller Puls oder Kreislaufprobleme. In diesem Fall gilt: sofort aus der Hitze gehen, Kleidung lockern, vorsichtig kühlen und ausreichend trinken.
  • Hitzekollaps: Kurze Bewusstlosigkeit oder Kreislaufzusammenbruch, häufig nach langem Stehen. Betroffene Personen hinlegen, Beine hochlagern und den Notruf verständigen.
  • Hitzschlag – akute Lebensgefahr!

Eine Körpertemperatur um oder über 40 Grad, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder Erbrechen können auf einen Hitzschlag hindeuten. In diesem Fall sofort den Notruf 112 wählen, die betroffene Person in den Schatten bringen und vorsichtig mit feuchten Tüchern kühlen. Bewusstlosen Personen niemals Getränke einflößen.

Kurz gesagt: Auf die Signale des Körpers achten, das Tempo reduzieren, ausreichend Pausen einlegen, Schatten aufsuchen und genügend trinken. Extreme körperliche Belastungen sollten bei Temperaturen um 38 Grad möglichst vermieden werden.

Der Löwe macht es vor: Schirm auf, Getränk in die Pfote und einen Gang zurückschalten.

Aufeinander achten und gut durch die heißen Tage kommen!