Beginn der Rasenmahd auf städtischen Grünflächen
Fokus auf Biodiversität im Mai

Mit dem Einsetzen der Vegetationsperiode hat die Stadt Gera planmäßig mit der Rasenmahd auf städtischen Grünflächen begonnen. Insgesamt fünf Teams des Amtes für Stadtgrün sind derzeit im Einsatz und kümmern sich um die Pflege von Parkanlagen, Grünflächen sowie Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet. Parallel dazu wird bald mit der Mahd von Straßenrändern begonnen, um insbesondere die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Da die zu pflegenden Flächen mit insgesamt rund 266 Hektar die Kapazitäten der Stadtverwaltung übersteigen, werden ergänzend externe Dienstleistungen in Anspruch genommen. Hierfür sind vier Firmen beauftragt. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei in den Stadtteilen Lusan und Debschwitz sowie in den Ortsteilen Westvororte, Zwötzen und Langenberg.
Eine besondere Aktion in diesem Jahr ist das gezielte Aussetzen der Mahd auf ausgewählten Flächen im Mai. Diese Vorgehensweise orientiert sich an dem aus Großbritannien stammenden Konzept „No Mow May“. Ziel ist es, Wildpflanzen eine ungestörte Blüte zu ermöglichen und damit die Nahrungsgrundlage für Insekten zu verbessern. Pflanzen wie Gänseblümchen, Weißklee, Margeriten und Löwenzahn können so ausblühen und wertvollen Nektar sowie Pollen bereitstellen. Gleichzeitig trägt der höhere Bewuchs dazu bei, die Austrocknung der Böden zu verringern und das Bodenleben zu fördern.
Die meisten Flächen, die in diesem Jahr unter dieses naturfreundliche Mähregime fallen, können im Geoportal der Stadt Gera unter dem Thema „Grünflächen – Mähfreier Mai“ eingesehen werden. GajaMatrix GeoPortal
Die Stadtverwaltung möchte zudem Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer dazu motivieren, im Mai bewusst einzelne Bereiche ihrer Gärten der Natur zu überlassen und auf eine Mahd zu verzichten. So erzielt diese Aktion noch mehr Wirkung und bietet Insekten und Kleinlebewesen wertvollen Lebensraum.
Wir bitten um Verständnis, dass zu Beginn der Vegetationsperiode nicht alle Flächen zeitgleich gemäht werden. Gerade in den Monaten April und Mai entwickelt sich die Vegetation besonders dynamisch. Ein Teil der Flächen bleibt daher bewusst länger ungemäht – auch im Sinne des mähfreien Mais, der einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Artenvielfalt leistet. Vorrang haben weiterhin intensiv genutzte sowie verkehrssicherheitsrelevante Bereiche. Alle übrigen Flächen werden im weiteren Verlauf selbstverständlich ebenfalls gepflegt.


