Stadt Gera erarbeitet neuen Schulnetzplan
Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur Sandra Wanzar verweist auf erfolgreiches Schulbau- und -sanierungsprogramm.

Die Stadt Gera erarbeitet derzeit den Schulnetzplan für die Schuljahre 2027/28 bis 2031/32 informierte die Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur Sandra Wanzar. Dazu hätten im vergangenen Jahr mehrere Treffen mit Vertretern des Ausschusses für Bildung im Geraer Stadtrat, des Staatlichen Schulamtes Ostthüringen und verschiedener Bereiche der Stadtverwaltung sattgefunden. Der Entwurf des umfangreichen Planes, der auf alle Schulstandorte der Stadt eingeht und den künftigen Bedarf ausweist, soll im ersten Quartal dieses Jahres vorliegen und anschließend mit Kammern, Nachbarschulträgern, Schulamt und verschiedenen politischen Gremien abgestimmt werden. Nach Beratungen in den Ausschüssen des Stadtrates und der Ortsteilräte sei in etwa einem Jahr die Beschlussfassung durch den Stadtrat vorgesehen.
Der neue Schulnetzplan werde von konsolidierenden Schülerzahlen und vielen abgeschlossenen oder laufenden Schulbau- und Schulsanierungsmaßnahmen geprägt, erklärte die Dezernentin. Beispielhaft verwies sie auf das Gymnasium Rutheneum seit 1608, die Ostschule, das Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium und die aktuellen Baumaßnahmen am Bildungscampus Lusan und dem Standort 2 des Zabel-Gymnasiums.
Mit diesen Investitionen leiste die Stadt, ebenso wie mit dem Sanierungsprogramm für Schulsporthallen, zugleich einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung. „Die Stadt Gera hat sich als Schulträger über viele Jahre für den Erhalt und die Herstellung zeitgemäßer Lehr- und Lernbedingungen an den Schulen engagiert. Durch dieses Engagement kann der Unterricht an den Schulen der Stadt Gera in modernen, oft stadtbildprägenden Gebäuden gestaltet werden. Viele Schulen sind mit ihrer markanten Erscheinung Anziehungs- und Blickpunkte auch für andere sozialräumliche Nutzungen im Stadtgebiet und Identifikationsanker der Bewohner“, sagte Sandra Wanzar.
Die für den Betrachtungszeitraum des neuen Schulnetzplanes prognostizierte Entspannung der Schülerzahlen könne dazu beitragen, den Unterricht noch besser auf individuelle Bedürfnisse auszurichten und Bildungsbiografien erfolgreich zu gestalten. Die Stadt Gera werde diesen Prozess als Schulträger weiterhin durch zeitgemäße Ausstattung und sonstige Maßnahmen der Qualitätssicherung begleiten, für die auch Förderprogramme wie das Startchancen-Programm genutzt werden.



