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19. Mär. 2026

Für die Zukunft junger Menschen: 10 Jahre Jugendhaus Gera

Ein besonderes Jubiläum wurde am 18.03.2026 in der Reichsstraße gefeiert:

7 Personen stehen nebeneinander und schauen in die Kamera. © Stadt Gera
v.l.n.r.: Oberbürgermeister Kurt Dannenberg, Berthold Rader (Schulamtsleiter des Schulamtes Ostthüringen), Sandra Wanzar (Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur), Anke Keil (Jocenter Gera), Jugendhaus-Koordinator Dirk Franke, Stefan Scholz (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost) und Birgit Klemm (Leiterin des Jugendamtes) im Jugendhaus

Das Jugendhaus Gera blickt auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurück. Seit seiner Eröffnung am 8. März 2016 begleitet die Einrichtung junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben. Derzeit werden rund 2.500 junge Menschen unterschiedlicher Nationalitäten betreut.

Als Jugendberufsagentur der Stadt richtet sich das Angebot an Menschen bis 27 Jahre, die Orientierung bei ihrer beruflichen Zukunft suchen. Unter einem Dach bündeln das Jugendamt der Stadt Gera, die Agentur für Arbeit Thüringen Ost und das Jobcenter Gera ihre Leistungen und bieten Beratung sowie Unterstützung zentral an. Seit 2018 ergänzt das Staatliche Schulamt Ostthüringen das Netzwerk. Neben der Berufswahl und der Suche nach einer Ausbildungsstelle geht es oft auch darum, Schulabschlüsse nachzuholen oder persönliche Hürden zu überwinden. Hier setzt das breit gefächerte Angebot an.

„Als das Jugendhaus nach fast vier Jahren intensiver Vorbereitung eröffnet wurde, war die Idee ebenso einfach wie überzeugend: Alle wichtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für junge Menschen an einem Ort zusammenzubringen“, sagte Sandra Wanzar, Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur anlässlich des Jubiläums. „Dieser Ansatz hat sich bewährt. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht abgestimmte Angebote – für junge Menschen bedeutet das vor allem kurze Wege und verlässliche Orientierung.“

Im Jugendhaus wird nicht nur aus der Perspektive einer einzelnen Institution beraten. Vielmehr werden die Möglichkeiten der verschiedenen Partner miteinander verknüpft, um gemeinsam zu klären, welche Unterstützung junge Menschen tatsächlich benötigen. „Unser Anspruch ist es, dass kein junger Mensch verloren geht“, erklärte Jugendhaus-Koordinator Dirk Franke. „Der kontinuierliche Austausch im Team erlaubt es uns, schnell und unbürokratisch zu handeln.“

„Gesellschaftliche Veränderungen bringen neue Anforderungen mit sich. Gleichzeitig sehen wir darin eine große Chance“, erklärte Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost. „Wenn es gelingt, diese jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit zu integrieren, stärken wir nicht nur ihre persönliche Perspektive, sondern auch die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt.“

Auch Enrico Vogel, Leiter des Jobcenters Gera, sieht in der Kooperation einen entscheidenden Erfolgsfaktor: „Das Jugendhaus mit der Bündelung von vier Behörden gibt es in dieser Form nur selten im Bundesgebiet. Nur gemeinsam gelingt es uns, junge Menschen schneller und gezielter in Ausbildung oder Beschäftigung zu bringen.“

Jugendberufsagenturen sind regionale Zusammenschlüsse aus Agenturen für Arbeit, Jobcentern und Jugendamt, die gemeinsam junge Menschen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf unterstützen.