Sanierung Radrennbahn: Vorbereitungen schreiten voran
Entwurfsplanung liegt vor – UCI gibt grünes Licht

Mit der Radrennbahn soll in diesem Jahr die Sanierung einer der traditionsreichsten Sportstätten der Stadt beginnen. Im Amt für Hochbau und Liegenschaften laufen dafür aktuell die notwendigen Vorbereitungen – und die schreiten gut voran: Nachdem im vergangenen Mai das Büro Krone Ingenieure GmbH aus Berlin für die Planungsleistungen gebunden werden konnte, liegt der Stadtverwaltung seit Ende 2025 die Entwurfsplanung für das Projekt vor. Diese beinhalten dabei einen durchgeplanten Entwurf für die Sanierung der Radrennbahn, auf dessen Grundlage die politischen Gremien eine abgewogene Entscheidung treffen können.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat die Leitlinien für das Projekt festgelegt: Die Sportstätte sollte wieder als Betonbahn konzipiert werden. Zudem sollte die Radrennbahn so aufgebaut werden, dass unter Beachtung des Regelwerks des Radsport-Dachverbands Union Cycliste Internationale (UCI) künftig internationale Wettkämpfe auf der Anlage stattfinden könnten. Um sicherzustellen, dass die Anforderungen der UCI auch erfüllt werden, wurde dieser um Prüfung der vorliegenden Entwurfsplanung gebeten. Das Ergebnis: Die UCI sieht alle Regularien für internationale Wettkämpfe ausreichend beachtet und signalisiert damit ihrerseits grünes Licht für die aktuellen Pläne.
Wie geht es nun weiter?
Derzeit finden im Amt für Hochbau Abstimmungen zu möglichen Optimierungen der Entwurfsplanung statt, ehe diese dann in den nächsten Wochen in den Fachausschüssen vorgelegt werden. Finanzielle Mittel für die Umsetzung wurden bereits im Haushalt 2026 für das Projekt verankert. Zudem hat sich die Stadt Gera um die Aufnahme in das Bundesprogramm SKS 2025 „Sanierung Kommunaler Sportstätten“ beworben, um Fördermittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro zu erhalten. Der Antrag wurde fristgerecht bis Mitte Januar 2026 eingereicht, ein entsprechender Stadtratsbeschluss wurde einstimmig in der Sitzung am 11. Dezember 2025 gefasst. Weiterhin hat die Stadt Gera sich bereits im vergangenen Juli mit rund 2,9 Millionen Euro zur Aufnahme in das Förderprogramm „Sportstättenbau“ beim Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport beworben. Hinsichtlich beider Förderprogramme wartet die Kommune nun auf eine Rückmeldung, ob die Radrennbahn berücksichtigt wird.
Hintergrund:
Die Radrennbahn wurde 1957 errichtet. Sie prägt damit nicht nur seit fast 70 Jahren den Ortsteil Debschwitz, sondern gehört auch zu den wichtigsten Trainingsstätten für den Geraer Radsport, der unter anderem Olympioniken wie Olaf Ludwig, Andre Greipel oder auch Robert Förstemann hervorgebracht hat.



