Kleine Ausstattung – große Wirkung für die Drohnengruppe
Zwei Stühle, ein Tisch und eine große Landeplane: Was zunächst nach Campingausrüstung aussieht, ist für die Drohnengruppe der Feuerwehr Gera eine wichtige Ergänzung der Einsatzausstattung.

Die auffällige Landeplane schafft auch auf Wiesen, Schotterflächen oder staubigem Untergrund einen möglichst sauberen und ebenen Start- und Landeplatz. Durch die Luftverwirbelungen der Rotoren können Staub, kleine Steine oder lose Pflanzenteile aufgewirbelt werden und Kameras, Sensoren sowie Antriebskomponenten belasten oder beschädigen. Gleichzeitig kennzeichnet die Plane den Gefahrenbereich deutlich. Die schnell rotierenden Rotoren einer Einsatzdrohne stellen für unbeteiligte Personen ein erhebliches Verletzungsrisiko dar.
Zusätzliche LED-Blitzleuchten markieren die Ecken des Landeplatzes. Sie machen ihn auch bei Dunkelheit oder an unübersichtlichen Einsatzstellen weithin sichtbar und warnen Umstehende davor, den Bereich zu betreten.
Auch die beiden Stühle erfüllen einen wichtigen Zweck. Das Steuern einer Drohne erfordert dauerhaft hohe Aufmerksamkeit und Konzentration. Im Sitzen können sich Pilot und Luftraumbeobachter besser auf das Fluggeschehen, die Kamerabilder und die Lagebeobachtung konzentrieren. Der Tisch dient als geschützte Arbeits- und Ablagefläche für Funkgeräte, Einsatzunterlagen, Akkus, Steuergeräte und weiteres Zubehör.
Die komplette Ausstattung wird im Transportfahrzeug der Drohnengruppe mitgeführt und steht dadurch unmittelbar an der Einsatzstelle zur Verfügung.
Aktuell setzt die Feuerwehr Gera zwei leistungsfähige Drohnen ein: eine DJI Matrice 4TD und eine DJI Matrice 30T. Beide Systeme verfügen unter anderem über hochauflösende Kameras, Zoomtechnik, Wärmebildkameras und einen Laserentfernungsmesser. Damit lassen sich beispielsweise Glutnester und Brandherde lokalisieren, vermisste Personen suchen, schwer zugängliche Bereiche kontrollieren sowie Gefahrstofflagen aus sicherer Entfernung erkunden.
Die Drohnengruppe wird zunehmend häufiger zu Einsätzen alarmiert und unterstützt im Rahmen von Amtshilfeersuchen auch andere Behörden. Der Blick aus der Luft liefert der Einsatzleitung innerhalb kurzer Zeit wichtige Lageinformationen, ohne Einsatzkräfte unnötig in gefährliche Bereiche entsenden zu müssen. Damit haben sich die Drohnen zu einem unverzichtbaren Einsatzmittel der Feuerwehr Gera entwickelt.




