19. Jan. 2026
Gefahr auf dem Eis – bitte nicht betreten!
Aktuell herrschen wieder Minusgrade, wodurch zahlreiche Gewässer zufrieren. Die glatte Oberfläche wirkt oft stabil – insbesondere bei Sonnenschein scheinen Eisflächen einladend.

© Amt für Brand- und Katastrophenschutz
Dennoch gilt: Eis ist keine Spielfläche, sondern eine potenzielle Lebensgefahr.
Gefahrenlage
- Eisstabilität variiert stark: Besonders im Uferbereich mit Bewuchs oder Schilf, an Ein- und Ausläufen, bei Strömungen oder unter Brücken ist dünnes, tragfähiges Eis häufig nicht vorhanden. Fest wirkendes Eis kann dennoch beim ersten Schritt brechen.
- Einbruch ins kalte Wasser führt rasch zu Kälteschock: unkontrolliertes Luftschnappen, Panik und erhöhter Atemtreib, selbst bei guten Schwimmerinnen und Schwimmern.
- Kälte mindert die Leistungsfähigkeit: Hände taub, Gliedmaßen schwer, Bewegungen eingeschränkt; vielen fällt es schwer, sich eigenständig herauszuziehen.
- Unterkühlung und Ertrinken können bereits nach kurzer Zeit eintreten: Orientierung verschlechtert sich, Kräfte schwinden, Risiken erhöhen sich signifikant.
Vorgehen und Empfehlungen
- Eisflächen ausschließlich auf offiziell freigegebenen Stellen betreten. „Nur mal kurz drauf“ oder am Rand stehen bleiben bergen erhebliche Lebensgefahr.
- Bei einer Einbruch-Situation sofort Hilfe rufen (Notruf 112) und nicht der verunglückten Person hinterherlaufen, um selbst einzubrechen.
- Die verunglückte Person beruhigend ansprechen; von sicherem Grund aus Hilfsmittel (Schal, Ast, Leine) zuwerfen.
- Sicheren Abstand wahren und keine riskanten Eigenversuche unternehmen.
Hilfeleistungen und Prävention
- Die Einsatzkäfte der Feuerwehr Gera trainieren regelmäßig die Eisrettung und setzen Überlebensanzüge ein, um Aufenthalte im eiskalten Wasser zu ermöglichen.
- Verschiedene Rettungstechniken werden kontinuierlich geübt, um im Ernstfall effektiv handeln zu können.
- Hauptempfehlung bleibt jedoch: Eisflächen meiden, solange keine offizielle Freigabe vorliegt.
Bleiben Sie von Eisflächen fern und schützen Sie damit Ihre Familienmitglieder sowie alle Helfer, die im Ernstfall eingreifen müssten. Abstand, Vorsicht und verantwortungsvolles Verhalten stehen im Zentrum der Prävention.







