In stillem Gedenken
Heute nahmen die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Gera Abschied von ihrem Kollegen und Freund Steffen Günther, der viel zu früh nach schwerer Krankheit gegangen ist.

Steffen begann seinen Weg bei der Berufsfeuerwehr Gera in den Jahren 1997 bis 1999 mit dem Grundlehrgang. Schon damals zeigte sich, was ihn durch sein ganzes Berufsleben begleiten sollte: Disziplin, Verlässlichkeit, Fachkompetenz und eine ruhige, besonnene Art, die anderen Halt gab. Er schloss den Lehrgang mit sehr guten Leistungen ab – der erste von vielen Meilensteinen in einer beeindruckenden Laufbahn.
Als Atemschutzgerätewart arbeitete Steffen mit höchster Sorgfalt und großem Verantwortungsbewusstsein. Wer mit ihm zusammenarbeitete, wusste: Auf Steffen war stets Verlass. Seine Genauigkeit, seine Ruhe und sein Pflichtbewusstsein machten ihn zu einer festen Stütze im Team.
Doch Steffen wollte mehr – für sich und für andere. Er wurde Ausbilder, engagierte sich im Höhenrettungsdienst und qualifizierte sich weiter bis zum Ausbilder dieser Spezialeinheit der Feuerwehr Gera. Mit Geduld, Fachwissen und echter Leidenschaft vermittelte er sein Können an junge Kolleginnen und Kollegen. Er nahm jeden mit, motivierte, förderte – und ging immer als Vorbild voran.
Auch als Taucher prägte Steffen über viele Jahre die Feuerwehr. Später, als Lehrtaucher, setzte er Maßstäbe – nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung, Kompetenz und Menschlichkeit. Seine Art zu führen war geprägt von Respekt und Teamgeist.
In seiner letzten Funktion als Gruppenführer auf der Feuerwache 2 war Steffen von allen geschätzt und gemocht. Zuverlässig, fleißig, pünktlich – all diese Worte beschreiben ihn, doch sie erfassen nicht ganz, wer er wirklich war: ein außergewöhnlicher Kamerad und Freund.
Sein Verlust trifft tief. Er hinterlässt eine Lücke, die spürbar bleibt – fachlich wie menschlich. In den Erinnerungen wird er weiter Teil der Gemeinschaft sein: in Geschichten aus Einsätzen, in gemeinsamen Ausbildungen und in Momenten, in denen an seine ruhige Stimme und sein besonnenes Handeln gedacht wird.
Aufrichtige Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden besonders seiner Familie. Steffen wird in ehrender Erinnerung behalten. Nie vergessen bleibt er.