Zum Inhalt springen
08. Jun. 2026

Medizinischen Task Force (MTF) 26 Thüringen Ost übt den Ernstfall – Gemeinsam für den Bevölkerungsschutz

Am vergangenen Samstag, 06.06.2026, wurde das Gelände des Lidl-Zentrallagers in Gera-Leumnitz zum Schauplatz einer groß angelegten Katastrophenschutzübung.

Feuerwehr Gera. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz

Bei der ersten großen Stellprobe der Medizinischen Task Force (MTF) 26 Thüringen Ost trainierten rund 200 Beteiligte unter realitätsnahen Bedingungen die Bewältigung einer außergewöhnlichen Schadenslage.

Das angenommene Szenario hatte es in sich: Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 im Raum Zwickau mit massiven Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und Krankenhäusern. Zahlreiche Verletzte mussten gesichtet, medizinisch versorgt, transportfähig gemacht und anschließend bundesweit in geeignete Kliniken verteilt werden.

Genau für solche Lagen existieren die Medizinischen Task Forces. Die MTF sind spezialisierte Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutzes, die bundesweit bei Großschadenslagen und Katastrophen zum Einsatz kommen können. Die MTF 26 Thüringen Ost besteht aus Einsatzkräften verschiedener Hilfsorganisationen und Behörden aus dem gesamten ostthüringischen Raum. Sie ist Teil eines bundesweiten Netzwerks von 61 Medizinischen Task Forces und stellt sicher, dass auch bei außergewöhnlichen Ereignissen eine leistungsfähige medizinische Versorgung gewährleistet werden kann.

Während der Übung wurde ein Behandlungsplatz für bis zu 50 Verletzte aufgebaut und betrieben. Hier konnten Abläufe getestet, Führungsstrukturen überprüft und die Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen trainiert werden. Denn gerade bei großen Schadenslagen entscheidet nicht nur die Leistungsfähigkeit einzelner Einheiten, sondern vor allem das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten.

Ein ganz besonderer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die meisten der eingesetzten Kräfte haben ihren freien Samstag geopfert, um an dieser Übung teilzunehmen. Während andere das Wochenende mit Familie und Freunden verbringen konnten, investierten sie ihre Freizeit in Ausbildung, Training und Vorbereitung auf Situationen, von denen hoffentlich niemals eine Bedrohung ausgehen wird.

Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich. Es zeigt eindrucksvoll, wie stark der Katastrophenschutz in Deutschland durch ehrenamtliche Arbeit getragen wird. Ob aus Ostthüringen oder aus anderen Teilen des Bundesgebietes – alle leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung.

Der Dank gilt ebenso den zahlreichen Verletztendarstellerinnen und Verletztendarstellern, die mit viel Engagement und realistischen Darstellungen wesentlich zum Übungserfolg beigetragen haben.

Vielen Dank auch an die Beobachterinnen und Beobachter aus den verschiedensten Behörden, Organisationen und Fachbereichen. Ihre Hinweise, Anregungen und professionelles Feedback helfen dabei, Abläufe weiter zu optimieren und die Einsatzfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Ein besonderes Lob und Dankeschön geht an die Johanniter-Unfall-Hilfe Altenburg für die hervorragende Verpflegung aller Teilnehmenden. Frisch zubereitete Nudeln mit Gulasch, ein knackiger Salat und sogar eine Nachspeise sorgten dafür, dass die Einsatzkräfte nach vielen Stunden Ausbildung und Übungsbetrieb bestens versorgt wurden. Solche Unterstützung im Hintergrund trägt maßgeblich zum Gelingen einer Großübung bei.

Jeder hofft, dass niemals eine Schadenslage dieser Größenordnung eintritt. Doch die Ereignisse der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Die Übung hat eindrucksvoll bewiesen, dass die beteiligten Kräfte professionell zusammenarbeiten und auf außergewöhnliche Herausforderungen vorbereitet sind.

Deshalb wird auch künftig regelmäßig geübt, trainiert und die Konzepte weiterentwickelt. Denn Vorbereitung beginnt lange, bevor ein Notruf eingeht.

Gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung. Gemeinsam stark im Katastrophenschutz.

undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz
undefined. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz. © Amt für Brand- und Katastrophenschutz