Gera und Fort Wayne: Feuerwehr-Austausch verbindet über Grenzen hinweg
Eine Woche voller Begegnungen, Erfahrungen und gelebter Städtepartnerschaft erlebten sechs Angehörige des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz Gera ...

... bei ihrem Besuch des Fort Wayne Fire Department im US-Bundesstaat Indiana.
Im Rahmen des Austauschprogramms zwischen Gera und seiner Partnerstadt Fort Wayne erhielten die Feuerwehrleute aus Haupt- und Ehrenamt umfassende Einblicke in das amerikanische Feuerwehrwesen. Nach der Ankunft standen unter anderem ein gemeinsames Frühstück mit Fire Chief Eric Lahey, ein Besuch des historischen Allen County Courthouse und ein Treffen mit Fort Waynes Bürgermeisterin Sharon Tucker auf dem Programm. Beim anschließenden Besuch des Fort Wayne Firefighters Museum konnten historische Fahrzeuge, Ausrüstung und die Entwicklung des Feuerwehrwesens der Stadt kennengelernt werden.
Ein besonderer Höhepunkt war ein 24-Stunden-Dienst auf verschiedenen Feuerwachen des Fort Wayne Fire Department. Ausgestattet mit persönlicher Schutzausrüstung begleiteten die Gäste die Einsatzkräfte unter anderem zu medizinischen Notfällen, Verkehrsunfällen und ausgelösten Brandmeldeanlagen. Dabei wurden deutliche Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten in der Organisation und Durchführung des Einsatzdienstes sichtbar.
Auch die Ausbildung stand im Mittelpunkt des Austauschs. Bei einer Heißbrandausbildung auf dem Trainingsgelände konnten unterschiedliche taktische Vorgehensweisen verglichen und diskutiert werden. Unterschiede bei Strahlrohrführung, Löschwassereinsatz und Einsatztechnik sind dabei insbesondere auf verschiedene Bauweisen und Gebäudekonstruktionen zurückzuführen.
Ergänzt wurde das Programm durch Besuche weiterer Feuerwachen, Einblicke in Spezialtechnik sowie Gespräche mit Vertretern anderer Bereiche der öffentlichen Sicherheit. Ein besonderer Moment war die Ehrung des Geraer Feuerwehrmanns Michael Proft als „Hero of the Match“ bei einem Fußballspiel im neuen Stadion von Fort Wayne. Stellvertretend für die Gruppe wurde damit der Einsatz der Feuerwehrleute gewürdigt – verbunden mit Grüßen an die Kameradinnen und Kameraden in Gera.
Eine zentrale Rolle spielten zudem die amerikanischen Host Families. Aktive und ehemalige Angehörige des Fort Wayne Fire Department nahmen die Gäste für eine Woche in ihren Familien auf und ermöglichten damit Begegnungen weit über das offizielle Programm hinaus. Aus Gastgebern wurden Freunde – ein eindrucksvolles Beispiel für die persönliche Seite der Städtepartnerschaft.
Nach der Rückkehr nach Gera bleiben zahlreiche Eindrücke, neue fachliche Impulse und persönliche Freundschaften. Nachdem im vergangenen Jahr Feuerwehrangehörige aus Fort Wayne in Gera zu Gast waren, soll der Austausch im kommenden Jahr mit einem erneuten Besuch der amerikanischen Kameradinnen und Kameraden fortgesetzt werden.
Die Begegnung zeigt eindrucksvoll, dass eine Städtepartnerschaft weit mehr sein kann als eine offizielle Verbindung: Sie schafft persönliche Kontakte, gegenseitiges Verständnis und Freundschaften – über Kontinente hinweg und manchmal sogar mit Blaulicht.































