Wanderwege in Gera
Gera und seine Umgebung lassen sich hervorragend auf einem ausgedehnten Wander- und Radwegenetz erkunden.
Die thüringische Stadt, in einer abwechslungsreichen Landschaft gelegen, ist mit ihren kulturhistorischen Denkmälern ein beliebtes Ausflugsziel. Will man Gera und seine Umgebung per Rad oder zu Fuß kennenlernen, führen zahlreiche Wander- und Fernradwege durch das reizvolle Tal der Weißen Elster und die sich beiderseits des Flusses anschließenden Höhenzüge.
Was sind Wander(-und Fernrad)wege?
Welche Wanderwege gibt es in Gera?

Lutherweg mit "Katharina Spange"
Im Freistaat Thüringen verbindet der Lutherweg in 46 Etappen auf einer Länge von über 1.000 Kilometern bedeutende Wirkungsstätten des Reformators Martin Luther. So erinnert an die Reformationszeit z. B. die vor über 200 Jahren in der Nähe vom Ferberturm gepflanzte Winterlinde, die als Naturdenkmal „Lutherlinde“ unter Schutz steht. Von Weida kommend verläuft dieser Wanderweg ca. 20 km durch Gera und weiter in östlicher Richtung über Ronneburg nach Schmölln.
Zusätzlich zur thüringischen Variante gibt es in und um Gera den Rundwanderweg „Katharina Spange“, der nach Luthers Ehefrau Katharina von Bora benannt ist. Der etwa 26 Kilometer lange Weg durchquert nicht nur die Innenstadt, sondern führt auf seiner Route auch durch die vielgestaltige Landschaft um Gera, so z. B. durch die Landschaftsschutzgebiete „Geraer Stadtwald“ und „Zaufensgraben“.

Naturlerhpfad Süd
Bereits 1946 gab es mit dem Naturpfad Gera-Süd die Beschreibung einer Wanderroute, um in der Umgebung Geras auf Naturschönheiten und ihren Schutz aufmerksam zu machen. „Geraer! Erkennt auf diesem Pfade, wie schön unsere Heimat ist. Schützt und erhaltet dieses kostbare Gut.“ Bis Ende der 80er Jahre wurde der Weg insbesondere als Lehrpfad ergänzend zum Heimatkunde- und Biologieunterricht genutzt.
Im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 konnten entlang des Weges 27 Eichenholz-Stelen aufgestellt werden, die über verschiedene Themen zu Natur, ihrem Schutz und zur Heimatgeschichte informieren. Diese inzwischen in die Jahre gekommenen Infosäulen werden durch den BUGA-Förderverein schrittweise aktualisiert und erneuert.
Der Naturlehrpfad Süd führt vom Botanischen Garten zur Ronneburger Höhe, weiter durch das Landschaftsschutzgebiet „Zaufensgraben“ nach Zschippern und Collis bis ins Gessental. Auf einem fakultativen Rundkurs um Collis entlang der Colliser Alpen, vorbei an dem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Hügelgrab, erreicht man über das Naturschutzgebiet Lasur den Artenschutzturm in Gera-Pforten nahe der Straßenbahnhaltestelle. Dabei führt der etwa 12 Kilometer lange Weg durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen, Weiden, Hecken, Feldgehölzen und Wäldern. An landschaftlich idyllischen Plätzen oder Aussichtspunkten laden Bänke zum Verweilen ein.

Walderlebnispfad Gera
Im Jahr 1979 wurde durch die Station „Junger Techniker und Naturforscher Gera“ mit ihren unterschiedlichen naturkundlichen Schülerarbeitsgemeinschaften der Naturlehrpfad West im Geraer Stadtwald ins Leben gerufen. Anliegen war es, nicht nur den Erholungswert des Stadtwaldes zu steigern, sondern Artenkenntnisse zu vermitteln, auf ökologische Zusammenhänge in der Natur hinzuweisen und die vielfältigen Einwirkungen des Menschen auf dieses Beziehungsgefüge zu verstehen. In Ergänzung des beschilderten Wegeverlaufs erschien eine Broschüre, die gleichermaßen Lehrtätige und Naturinteressierte ansprach.
Seit März 2023 kann ein Teil des ehemaligen Naturlehrpfades West auf etwa 6,5 Kilometer Länge auch in digitaler Form erlebt werden, auf dem Wald-Erlebnispfad. Mit einer wegbegleitenden App erfährt man an 12 Stationen Wissenswertes zum Thema Wald und seinen Bewohnern. Für die jüngsten Erlebnispfadbesucher gibt es an jeder Station knifflige Ratespiele. Durch die App führt die Fledermaus Friedrich. Sie soll darauf hinweisen, dass der gesamte Stadtwald für zahlreiche Fledermausarten einen bedeutenden Lebensraum darstellt.
Träger dieses Umweltbildungs-Projektes ist die Natura 2000–Station Osterland.

Wussten Sie, dass zwei bedeutende Fernradwege durch Gera führen?

Radweg Thüringer Städtekette
Der Radfernweg Thüringer Städtekette führt mit ca. 230 Kilometern von der Wartburgstadt Eisenach im Westen bis zur Skatstadt Altenburg im Osten quer durch den Freistaat. Auf seiner Route reihen sich perlenschnurartig attraktive und geschichtsträchtige Städte wie Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera aneinander. Außerhalb der Städte geht es durch abwechslungsreiche Landschaften, so z. B. Bach- und Flussauen, schattige Wälder oder vorbei an Burgen und Schlössern. Alle genannten Städte sind auch per Bahn zu erreichen, falls man etappenweise radeln möchte.
Im Geraer Stadtgebiet verläuft die „Thüringer Städtekette“ zunächst entlang der Weißen Elster und anschließend im Gessental in Richtung Ronneburg (Länge: 13 Kilometer).
Als Teil der Mittelland- D4-Route in West-Ost-Richtung von Aachen bis Zittau ist die „Thüringer Städtekette“ an das deutschlandweite Radfernwegenetz angebunden.

Elster-Radweg
Der ca. 250 Kilometer lange Elster-Radweg beginnt an der Quelle der Weißen Elster in der Nähe der tschechischen Stadt Aš und endet an der Flussmündung in die Saale bei Halle in Sachsen- Anhalt. Die Länge im Geraer Stadtgebiet beträgt etwa 13 Kilometer.
Die Route führt überwiegend entlang des Flusses durch das reizvolle Elstertal. Geländebedingt ist der Radweg durch unterschiedliche Wegebeschaffenheit abschnittsweise anspruchsvoll. Gelegentlich verläuft er auf wenig frequentierten Landstraßen. Um Verbesserungen in der Streckenqualität zu erreichen, wird der Radweg im Zusammenhang mit der Umsetzung des Hochwasserschutzes an der Weißen Elster schrittweise ausgebaut.
Umweltamt
| Anschrift | Amthorstraße 11
07545 Gera |
|---|---|
| Leitung | Konrad Nickschick |
| Schließtage | 15.05.2026 |
| Barrierefreier Zugang | Nein |
Abteilung Naturschutz | |
| umwelt@gera.de | |
| Tel. | 0365 838 - 4240 |
| Fax | 0365 838 - 4205 |
| Servicezeiten | Montag 09:00 - 17:00 Uhr Dienstag 09:00 - 17:00 Uhr Mittwoch geschlossen Donnerstag 09:00 - 17:00 Uhr Freitag 09:00 - 15:00 Uhr |




