Leitbild

Erinnern und verstehen
Das Museum für Angewandte Kunst sammelt, bewahrt, erforscht, vermittelt und präsentiert Gebrauchsgegenstände mit künstlerischem Anspruch. Es widmet sich dem Kunstgewerbe und Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts und leistet gemeinsam mit den anderen städtischen Museen einen Beitrag zur Bildung, kulturellen Teilhabe und Identität der Stadtgesellschaft.
Wir verstehen uns als Einrichtung, die Formen, Materialien und Dekoren und anhand von ihnen den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts nachspürt.
Beheimatet im barocken Ferberschen Haus nahe dem Geraer Rathaus, umfasst die Sammlung rund 100.000 Objekte. Ihren Kern bilden Keramiken, Möbel, Mode und Alltagsgegenstände vom Art déco bis zum DDR-Design. Besondere Schwerpunkte sind die Bauhaus-Keramik und die Studiokeramik der 1950er- bis frühen 2000er-Jahre. Darunter befinden sich Unikate bedeutender deutscher, europäischer und japanischer Keramikerinnen und Keramiker. Regionale wie internationale Strahlkraft besitzen zudem die Vintage-Prints der neusachlichen Fotografin Aenne Biermann und die Werke des Architekten und Gestalters Thilo Schoder.
In wechselnden Sonderausstellungen werden Themen rund um Techniken, Materialien und den kulturellen Wert von Gestaltung beleuchtet – insbesondere ihre Wirkung auf den Alltag und die Gesellschaft.
Museum für alle
Die Arbeit des Museums richtet sich sowohl an die Bevölkerung der Stadt Gera und der Region als auch an deren Gäste, Touristinnen und Touristen. Darüber hinaus stehen die Sammlung des Museums sowie die Bibliothek und Foto-Datenbank für Forschungszwecke zur Verfügung.
Als Ort der Inspiration und des Dialogs lädt das Museum für Angewandte Kunst dazu ein, Design als Ausdruck von Zeitgeist, Lebensweise und Innovation zu begreifen. Ausstellungen und Bildungsangebote bereichern das kulturelle Leben der Stadt. Die Programme wenden sich an ein breites Publikum – von Kindertagesstätten und Schulen bis zu Studierenden, Fachleuten und allen, die sich für Kunst, Design und Kulturgeschichte interessieren. Ziel ist es, Neugier auf Gestaltung zu wecken und ihre Bedeutung im Alltag zu beleuchten.
Auftrag, Anspruch und Arbeitsweise
Die Bewahrung des kulturellen Erbes der Stadt Gera ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Die Sammlungen des Museums für Angewandte Kunst zu bewahren, gezielt zu erweitern und zu erforschen gehören zu seinen zentralen Aufgaben.
Wir sammeln, dokumentieren und erschließen regionale sowie internationale Gestaltungsobjekte entsprechend der Sammlungsschwerpunkte, um sie für kommende Generationen zu erhalten und zugänglich zu machen.
Unsere Arbeit mit kunsthandwerklichen und kunstgewerblichen Objekten sowie mit Quellen ist geprägt von Sorgfalt, Wissenschaftlichkeit und verantwortungsvollem Umgang.
Neben den Objekten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren spezifischen Kompetenzen, Fähigkeiten und ihrem Engagement die wichtigste Ressource des Museums für Angewandte Kunst.
Die jeweiligen Aufgaben mit Qualitätsbewusstsein, Interesse und Freude wahrzunehmen, ist die Grundlage unserer Arbeit. Alle Mitarbeitenden können jederzeit ihre Ideen einbringen und werden an allen relevanten Prozessen beteiligt. Wir kooperieren mit anderen Kultureinrichtungen und sind für partizipative Projekte offen.
Ein wichtiger Partner ist der Förderverein Freunde des Ferberschen Hauses e.V., der unsere Arbeit ideell und materiell unterstützt.
Die Museen der Stadt Gera stehen für die Freiheit von Forschung, Wissenschaft und Kunst gemäß Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes. Sie orientieren sich an den Grundsätzen des International Council of Museums (ICOM). Sie arbeiten an der Umsetzung des Geraer Masterplans Museen 2023-2037.