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Kabinettausstellung

Der Tännig bei Bad Lobenstein - Historischer Bergbau und fürstliche Mineralien

8. Oktober 2027 bis 11. April 2028

Prächtige braune Kristalle des Minerals Siderit mit etwas Pyrit. Fundort: Reußisch Haus Fundgrube, Tännig östlich von Bad Lobenstein, Thüringen, 9,5 x 7 cm. © Stadt Gera / Museum für Naturkunde (Fotograf: Matthias Reinhardt)
Prächtige braune Kristalle des Minerals Siderit mit etwas Pyrit. Fundort: Reußisch Haus Fundgrube, Tännig östlich von Bad Lobenstein, Thüringen, 9,5 x 7 cm

Der Tännig ist die Bezeichnung für ein historisches Bergbaurevier bei Bad Lobenstein im Osten Thüringens. Über Jahrhunderte wurde vor allem Eisenerz in Form von Siderit, untergeordnet aber auch Kupfer, Nickel und Wismut abgebaut. Die Spuren des spätestens 1924 erloschenen Bergbaus sind im Gelände noch heute sichtbar. Mineralogisch ist das Fundgebiet bekannt für ausgezeichnete Siderit-Kristalle und die besten Gersdorffite Deutschlands. Darüber hinaus ist der Tännig die Typlokalität des 1837 erstmalig beschriebenen Minerals Symplesit. Insbesondere im 19. Jahrhundert wurden in Gera interessante Mineralien vom Tännig in der „Alten Mineraliensammlung des Fürstlichen Gymnasiums Rutheneum“ und in der „Geologischen Landessammlung“ des Fürstentums Reuß jüngerer Linie aufbewahrt. Letztere wurde ab 1858 von Heinrich XIV. von Reuß j. L. (1832-1913) auf Schloss Osterstein in Gera angelegt. Die zahlreichen historischen Stücke dieser Sammlungen sind Mittelpunkt der Ausstellung und werden von neueren Funden der vergangenen Jahre ergänzt.

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